Landesliga Rd. 10: auswärts gg. Litschau

Am 17.3. hat­te der ASK Kot­ting­brunn das schwere Auswärts­match beim (Ko-)Tabellenführer Litschau vor der Brust. Trotz Kaiser­wet­ters ( 🙂 🙂 ) kon­nten wir eine sehr kom­pak­te Mannschaft auf die „Wel­treise“ ins ober­ste Wald­vier­tel entsenden.

Nach dem mit­tler­weile tra­di­tionell gewor­de­nen Kurzremis des Autors mit Schwarz (dies­mal Brett 4 gegen Jiri Plasil) starteten wir prak­tisch mit 4 Weiß- und 3 Schwarzbret­tern in die Begeg­nung. Auf eini­gen Bret­tern kon­nten wir bald Vorteil ver­buchen, der Führungstr­e­f­fer fiel den­noch etwas über­raschend. Kon­stan­tin Peyr­er wurde am Spitzen­brett vom derzeit in Hochform befind­lichen CM Jurij Kha­lakhan in der Eröff­nung über­rascht und musste einige Bauern abgeben, spielte aber unbeküm­mert weit­er und eroberte den Bauern h7. Plöt­zlich war der weiße h-Bauer frei, dieser wurde ener­gisch nach vorne gezo­gen und kon­nte von Schwarz nicht mehr gestoppt wer­den. Bald darauf der zweite Punkt: Chris­t­ian Fabisch errang mit Weiß gegen Patrick Schuh (Brett 7) nach der Eröff­nung totale Kon­trolle über die Stel­lung und rück­te dem offe­nen König von Schwarz in Folge mit Leichtigkeit zu Leibe. Der Anschlusstr­e­f­fer gelang Litschau auf Brett 2 in der Par­tie CM Thomas Bauer – FM Johannes Wirius. In ein­er sehr kom­plizierten Stel­lung mit gegen­seit­i­gen Rochaden opferte Schwarz einen Bauern für offene Lin­ien am Königs­flügel, Weiß kon­nte aber alle Dro­hun­gen abwehren und drang eben­dort mit den Fig­uren in die schwarze Stel­lung ein. Fer­enc Csil­lag hat­te in sein­er Par­tie gegen Roman Neme­cek (Brett 8) eine gute Stel­lung und eroberte bald einen Bauern, kon­nte aber erst in ein­er wack­e­li­gen tak­tis­chen Zeit­not­phase den Vorteil entschei­dend aus­bauen.

Uns fehlte somit nur mehr ein Punkt zum Sieg, und es sah gut aus. Die Par­tie Yuri Miazhyn­s­ki – NM Ste­fan Wag­n­er stand aus­geglichen, Her­bert Dit­tel ver­buchte mit­tler­weile gegen Oldrich Popel­ka (Brett 5) Mehrbauer und dom­i­nante Stel­lung und Bern­hard Haas hat­te sich auf Brett 6 gegen Pavel Ptac­nik erfol­gre­ich aus ein­er gedrück­ten Stel­lung befre­it und kämpfte nun um 3 mögliche Ergeb­nisse. Nach­dem let­ztere Par­tie bald mit ein­er Punk­teteilung geen­det hat­te wurde es kurz nochmal span­nend, als Yuri der Über­gang ins End­spiel miss­lang und er mit Bauern gegen Turm ums Remis kämpfen musste. Nach­dem dies gelun­gen war stand der Mannschaftssieg fest! Die let­zte Par­tie auf 5 flack­erte über­raschend nochmals auf und erlebte eine äußerst nervöse und hek­tis­che Zeit­not­phase, bevor auch diese mit einem Remis endete.

Am Ende also ein toller 5:3-Auswärtssieg beim Tabel­len­führer (Fotos find­en sich im Bild­bericht von Franz Mod­li­ba auf der NOESV-Seite). Von den let­zten 5 Begeg­nun­gen kon­nten wir 4 gewin­nen und eine remisieren! Nach dem miss­lun­genen Start mit 3 Nieder­la­gen bei einem Remis räu­men wir so das Feld ener­gisch von hin­ten auf. Die Tite­lam­bi­tio­nen von Litschau erlit­ten heute einen her­ben Dämpfer, doch auch Mis­tel­bach patzte gegen Pöch­larn (3:5). Amstet­ten nutzte dies mit einem Sieg gegen Stock­er­au und set­zte sich 2 Punk­te in Führung, ist aber in der let­zten Runde spiel­frei. Alle Ergeb­nisse im Detail hier. Ein Herz­schlag­fi­nale bei der Schlussrunde in 3 Wochen ist also garantiert, dort geht es für uns noch gegen den SK Zwet­tl.

Vereinsmeisterschaft 2019: Ausschreibung

Die Vere­ins­meis­ter­schaft 2019 ist eröffnet.

  • 7 Run­den Schweiz­er Sys­tem
  • pro Runde zwei Par­tien Schnellschach (25 Minuten + 10 Sekun­den pro Zug) und zwei Par­tien Blitzschach (5 Minuten)
  • Alle weit­eren Dat­en find­est du in der Auss­chrei­bung.

Bitte Anmel­dun­gen an paulsen.schach@gmx.at senden.
Nennschluss ist am Fre­itag, den 29.3.2019.

Industrieviertelliga Rd. 8: Äußerste Spannung in Bad Erlach

Es hätte heute am 10. März 2019 in Bad Erlach kaum noch span­nen­der sein kön­nen …

Fer­enc Csil­lag hat­te auf Brett 1 gegen Man­fred Kraus eine sehr scharfe Par­tie, die von ent­ge­genge­set­zten Rochaden, Qual­ität­sopfern und einem lei­der sehr starken geg­ner­ischen Mat­tan­griff geprägt war. Das 1:0 für Erlach war unver­mei­d­bar.

Brett 2 brachte mit der Par­tie Joachim Sala­m­on gegen Eduard Ganauser eben­falls eine unaus­geglich­ene Stel­lung, in der Joachims zwei Leicht­fig­uren schließlich gegen einen Turm die Ober­hand behiel­ten. Die läng­ste Par­tie neben­bei … .

Auf Brett 3 ging wieder ein­mal (wie schon öfter) die Begeg­nung Peter Radakovics — Rudolf Wal­leck­er über die Bühne. In einem Tur­mend­spiel mit einem Mehrbauern geseg­net gelang Peter schließlich das 2:1 für Kot­ting­brunn.

Jayaku­mar Soma­sun­dram hat­te am 4. Brett mit Mehrqual­ität und starkem vorgeschobe­nen Isolani gegen Robert Mohl die Nase vorne und holte so noch einen Punkt für Kot­ting­brunn.

Auf Brett 5 schließlich bekämpfte Har­ald Paulsen den isolierten Freibauern von Thomas Han­dler. Kurioser­weise führte der Gewin­nweg aber nicht durch die Mitte (Einkreisen des Isolani) son­dern durch ein Durch­brechen am Damen­flügel.

Damit hat unser Team zwei Run­den vor Schluss mit 4:1 nochmal richtig zugeschla­gen. Am 24.3. ste­ht die Runde gegen Baden an, und am 28.4. die Final­runde gegen Ter­nitz.

2. Klasse Rd. 8: Besser geht’s nicht mehr .…

Am 10.03.19 spiel­ten wir die 8. Runde gegen Bad Erlach. Während es im Vor­feld zunächst nach Per­son­alk­nap­pheit aus­sah, kon­nten wir am Spielt­ag  aus dem Vollen schöpfen.

Gyuri­ka Tamas (3. Brett) gelangte rel­a­tiv früh durch Qual­itäts­gewinn in Vorteil. Damit spielte er entschlossen zum Sieg — sein Geg­n­er (Raphael Futschik ) musste nach etwa zwei Stun­den aufgeben.

Etwa eine halbe Stunde später erlangte Thomas Fug­ger auf Brett vier entschei­den­den Stel­lungsvorteil mit Qual­itäts­gewinn. Ein paar Züge später gab sein Geg­n­er (Christo­pher Rodax) auf.

Als Näch­ster entschei­dete Hr. Erwin Dusek  auf Brett eins seine Par­tie endgültig für sich, nach­dem er schon mit ein­er Fig­ur im Vorteil kom­fort­a­bel ins Mit­tel­spiel über­leit­en kon­nte. Auch sein Geg­n­er (Andreas Futschik ) gab bei hoff­nungslos­er Stel­lung auf.

Kuti Oliv­er spielte eine sou­veräne und solide Par­tie, welche an seinem Siegeswillen nie zweifeln ließ. Schließlich endete seine Par­tie auf Brett zwei gegen Hr. Axel Sjoe­stroem in einem Bauer­nend­spiel, während dessen Oliv­er einen sein­er Bauern zur Grun­drei­he seines Geg­n­ers brachte. Der Rest war reine Form­sache.

Mit diesem 4: 0 Sieg wer­den wir in der zweit­en Klasse — Dank besser­er Gewin­nquote der einzel­nen Spiel­er — die Tabel­len­führung vor Glog­gnitz  übernehmen.  Damit bleibt der Titelkampf hier weit­er span­nend.

Landesliga Rd. 9: Heimspiel gegen Amstetten

In der 9. Runde hat­ten wir am 3.3.2019 den Tabel­len­führer aus Amstet­ten zu Gast. Bei­de Vere­ine kon­nten nicht die stärk­ste Mannschaft auf­bi­eten, trotz­dem woll­ten wir auf Gewinn spie­len.

Auf Brett 6 musste Bern­hard Haas in ein­er schar­fen Vari­ante mit Zug­wieder­hol­ung das Remis annehmen.

Auch Fer­enc Csil­lag kon­nte auf Brett 7 in ein­er Gam­bit­vari­ante mit einem Minus­bauern das Unentsch­ieden nicht mehr abwen­den.

Nach ca. 2 stündi­ger Spielzeit stand es 1:1 und die restlichen Spiele waren leicht bess­er für uns, nur Jayaku­mar Soma­sun­dram (Brett 6) hat­te Nachteil in der Stel­lung.

Her­bert Dit­tel brachte uns nach 3 Stun­den durch einen Sieg auf Brett 4 in Führung, aber kurze Zeit später ver­lor Jayaku­mar die Par­tie.

In der Zeit­not­phase wur­den die Par­tien von Johannes Wirius und Joachim Sala­m­on auf den Bret­tern 1 und 8 Remis gegeben.

Lei­der gab  Peyr­er Kon­stan­tin seinen Vorteil auf Brett 2 aus der Hand und die 2 restlichen Par­tien gin­gen in die Ver­längerung.

Plöt­zlich hat­te Ger­ald Lam­pl auf Brett 3 die Chance zu gewin­nen. Kon­stan­tin kon­nte seine Par­tie hal­ten und so blick­ten wir auf Ger­ald, der  nun auf Sieg spielte.  Lei­der hat­te er nur noch wenig Bedenkzeit und durch Zug­wieder­hol­ung endete auch diese unentsch­ieden.

Schlussendlich war das 4:4 gerecht und bei­de Mannschaften hat­ten einen Punkt gewon­nen.

Am 17.03. wartet auf Kot­ting­brunn in Litschau das schwere Auswärts­match. Wir wer­den noch ein­mal alles ver­suchen, um das Punk­tekontin­gent zu erhöhen und einen besseren Tabel­len­platz zu erre­ichen.  

 

 

Industrieviertelliga Rd. 7: Knapper Sieg gegen den SV Gloggnitz

Wieder ein­mal haben wir unsere Kräfte mit dem SV Glog­gnitz gemessen — mit ein­er soli­den Mannschaft und dem Heimvorteil am 24.2.2019.

Die “schnell­ste” Par­tie spielte Har­ald Paulsen auf Brett 5 gegen Wolf­gang Bauer; nach 43 Zügen und pünk­tlich zum Mit­tagessen fer­tig.

Nach 20. Dd3-d4 ? kommt Schwarz mit welchem Zug zu deut­lichem Vorteil?

Kurz darauf streck­te auch Karl Woltron auf Brett 4 gegen Peter Radakovics die Waf­fen und damit stand es beruhi­gend 2:0 für unsere Heim­mannschaft.

Irgend­wann ging auch Brett 2 zu Ende: Lei­der ver­lor Johann Buch­has gegen Franz Wild in ein­er wirk­lich “wilden Par­tie” … .

Und während Fer­enc Csil­lag am Spitzen­brett gegen Michael Maut­ner durch einen Sieg den Mannschaftssieg fix­ierte, musste sich Jayaku­mar Soma­sun­dram auf Brett 3 Wal­ter Bock geschla­gen geben.

Den­noch: Mit dem 3:2-Sieg gegen den SV Glog­gnitz befind­en wir uns nun hin­ter dem SK Baden an zweit­er Stelle in der Ran­gliste.

Lösung: Nur nicht die Damen tauschen, son­dern 20. … De5-f5! spie­len. Und 21. … Te6-g6 wartet schon …

 

Landesliga Rd. 8: Auswärts gg. Stockerau

Nach­dem der Jän­ner für die LL-Mannschaft des ASK Kot­ting­brunn spiel­frei war, stand zu Beginn des Jahres das Auswärts­match in Stock­er­au am Pro­gramm. Bei Kaiser­wet­ter (wie kön­nte es anders sein) bracht­en bei­de Teams enorm starke Auf­stel­lun­gen ans Brett.

Der Autor remisierte auf Brett 6 rasch gegen Zoran Gajic. Die restlichen Par­tien dauerten länger. Flo­ri­an Schlager spielte auf Brett 8 gegen den Stock­er­auer Jugend­spiel­er Philip Koc­s­ka eine konkrete Par­tie, die schließlich eben­falls friedlich endete. Auf eini­gen Bret­tern sah es ganz gut für uns aus. Kon­stan­tin Peyr­er spielte auf Brett 2 gegen IM Har­ald Grötz von Zug 1 weg enorm kom­pro­miss­los, FM Daniel Morgunov (Brett 3) ent­lock­te sein­er Geg­ner­in WIM Batyte Dai­va mit geschick­ter Eröff­nungswahl rasch großen Vorteil auf der Uhr und am Brett und Chris­t­ian Fabisch überzeugte auf 7 gegen unseren ehe­ma­li­gen Teamkol­le­gen Markus Nemetz mit fein­er Stel­lungs­be­hand­lung. Dementsprechend kon­nten wir in den bei­den let­zt­ge­nan­nten Par­tien bald den Punkt für uns ver­buchen. In der englis­chen Manövri­er­par­tie auf Brett 5 zwis­chen FM Johannes Wirius und Thomas Schmid kam keine Seite merk­lich in Vorteil, mit dem Remis stand es bere­it 3.5:1.5 für uns.

Der Schritt über die Ziellinie erwies sich allerd­ings als beschw­er­lich. IM Ger­hard Schroll wurde am Spitzen­brett von GM Tomas Polak im End­spiel erwis­cht, und Kon­stan­tin ver­lor lei­der Kon­trolle über die Stel­lung und Par­tie. Den Sieg sicherte ein­mal mehr Yuri Miazhyn­s­ki mit Schwarz auf 4 gegen Hannes Schirm­beck in ein­er stark geführten Kon­ter­par­tie der mod­er­nen Vertei­di­gung.

Mit diesem tollen 4.5:3.5-Sieg, dem drit­ten vollen Erfolg in Serie, sind wir nach ver­hal­tenem Saison­start plöt­zlich wieder im Ren­nen um die Podest­plätze! In diesem befind­et sich fast noch die gesamte Tabelle, es geht so eng zu wie lange nicht. Alle Ergeb­nisse im Detail hier. Ein klein­er sportlich­er Wer­mut­stropfen waren die 3(!) Kon­tu­mazen von Pöch­larn, die dem Leader Litschau mit einem äußerst schme­ichel­haften 4:4 einen wichti­gen Punkt im Titel­ren­nen bracht­en. In den direk­ten Duellen gegen die in der Tabelle vor uns liegen­den Mannschaften Amstet­ten und Litschau in zwei und vier Wochen geht es nun für jew­eils bei­de Mannschaften um Einiges, span­nende Begeg­nun­gen sind garantiert!

1. Klasse Rd. 5.: Shakehands Nr. 2 … dieses Mal gegen Sollenau

Auch am 17.2.2019 erspielte unsere Mannschaft ein Remis:

Fer­enc Csil­lag hat­te auf Brett 1 man­gels Geg­n­er nicht viel zu tun — damit sofor­tiges 1:0 für Kot­ting­brunn.

Jayaku­mar Soma­sun­dram gegen Mio­drag Zaric — das Duell zweier schachlichen Urgesteine auf Brett 2 … und remis.

Damit hätte es für uns ja schon recht gut aus­ge­se­hen, aber … .

Johann Buch­has musste sich auf Brett 4 gegen Johann Kleemaier geschla­gen geben, eben­so wie Roland Gyuri­ka gegen Ste­fan Haas auf Brett 4.

Damit 1,5 zu 2,5 für Kot­ting­brunn — und jet­zt ret­tete Oliv­er Kuti auf Brett 5 mit einem sou­verä­nen Sieg über Wolf­gang Mol­nar die Kot­ting­brun­ner Schachehre.

Dazu Kapitän Willibald Anderl im Orig­inal­ton: “Damit ist wieder ein­mal der Beweis erbracht, dass sich der Ein­satz von Jugend­spiel­ern lohnt. Sie sind ja auch die Zukun­ft eines jeden Vere­ines!”

Damit ist unsere Mannschaft nach 5 Run­den jet­zt hin­ter dem SK Kirchberg/Wechsel und dem SV Sol­lenau an drit­ter Stelle.

Weihnachtsschachturnier der HTL Mödling

Am Fre­itag, den 21.12.2018, führte die Abteilung  Elek­tron­ik und tech­nis­che Infor­matik der HTL Mödling wie schon dreimal zuvor ein Schachturnier unter der Leitung von Mag. Har­ald Paulsen durch: 

Dieses Mal waren 33 Schü­lerin­nen und Schüler der Abteilung  am Start und spiel­ten in 5 Run­den ihre Jahrgangsmeis­ter aus. Ein genauer Bericht ist auf der Home­page der Abteilung Elek­tron­ik und tech­nis­che Infor­matik zu find­en.

Wie schon in den vorheri­gen Jahren hat unser Vere­in die Durch­führung des Turniers erst möglich gemacht — durch das Ver­bor­gen der nöti­gen Schachgar­ni­turen und Schachuhren.

Dafür ein her­zlich­es Dankeschön an Obmann Hel­mut Stein­er des ASK Kot­ting­brunn!

Kurzbesuch im “Wimbledon des Schachs”

Bern­hard Haas und Daniel Lech­n­er vom ASK Kot­ting­brunn stat­teten gemein­sam mit den ehe­ma­li­gen Kot­ting­brun­nern Ste­fan Zojer (derzeit SK Baden) und Thomas Zojer (lebt derzeit in Ams­ter­dam) dem tra­di­tion­sre­ichen Schachturnier „Tata Steel Chess“ im nieder­ländis­chen Wijk an Zee am 17. und 18. Jän­ner einen Woch­enendbe­such ab. Vom 11. bis 28. Jän­ner ver­wan­delte sich die kleine Ortschaft in ein wahres Schachmek­ka. Zwei Weltk­las­se­turniere (Mas­ters und Chal­lengers) wur­den von zahlre­ichen Ama­teur­turnieren mit rund 1000 Teil­nehmern begleit­et.

Blick über den Turnier­saal: Ama­teur­turniere im Vorder­grund, abges­per­rter Bere­ich des Top­turniers im Hin­ter­grund
Obwohl der Bere­ich vor der Absper­rung während der Par­tien stets voller Zuse­her war, hat­te man immer einen guten Blick auf die Top­bret­ter mit den Stars.
Die Ver­suchung, sich selb­st ans Brett zu set­zen war dementsprechend groß.

Die Wurzeln des Top­turniers reichen bere­its über 80 Jahre zurück, die erste Auflage gab es im Jahr 1938, und prak­tisch alle Welt­meis­ter (bis auf Was­sili Smys­low und Bob­by Fis­ch­er) tru­gen sich im Ver­lauf der Geschichte in die Siegerliste ein. Diese Tra­di­tion kann wohl kaum ein anderes Schachturnier auf der Welt vor­weisen.

“Nor­male Leute müssen Neapel sehen bevor sie ster­ben, ein Schachgroßmeis­ter muss zuvor Wijk aan Zee gewin­nen.” (Bent Larsen)

Neben der Möglichkeit, Weltk­lass­espiel­er haut­nah zu erleben (im Mas­ters sind 8 der Top 10 der Welt am Start) liegt der beson­dere Reiz aber vor allem in der bun­ten Mis­chung und der umgreifend­en Schache­uphorie in Wijk. Vom Schachan­fänger bis zum Welt­meis­ter ist alles vertreten, auch altersmäßig. In den Cafés im Dorf kaum ein Tisch, auf dem kein Schachbrett zur Analyse oder eine schnelle Blitz­par­tie ste­ht.

Wijk aan Zee selb­st in ein 2200-Ein­wohn­er-Dorf mit ein­er erstaunlichen Dichte an Cafés und Snack­bars.
Im “Café de Zon” wer­den die Par­tien noch im klas­sis­chen Stil für das Pub­likum analysiert.

Während die Par­tien noch liefen war es lei­der unter­sagt, im Spiel­saal Fotos zu machen. Dies­bezüglich sei hier auf die Turnier­seite ver­wiesen, auf der sich wirk­lich tolle Bilder „in Action“ find­en. Zum Abschluss eine Tak­tikauf­gabe aus der Par­tie Mag­nus Carlsen gegen Richard Rap­port: mit welch­er schö­nen Kom­bi­na­tion gewann der spätere Turnier­sieger und Welt­meis­ter aus Nor­we­gen mit Weiß gegen seinen ungarischen Konkur­renten die Par­tie (Hin­weis: es gibt 2 Lösun­gen, siehe unter dem Dia­gramm)?

Lösung: nach dem Läufer­opfer 1.Lxf6+! Txf6 entschei­det das Tur­mopfer 2.Txh7+!!, und Schwarz gab bere­its auf, da nach 2…Dxh7 3.Dxh7+ Kxh7 4.Sxf6+ der Springer den König und den Turm e8 gabelt, wonach Weiß mit Qual­ität und Bauer mehr ein leicht gewonnenes End­spiel hat. Der Com­put­er find­et sog­ar die noch bessere Lösung 1.Sxf6!! Txf6 (son­st kommt ein­fach ein Abzugss­chach), dann wieder 2.Txh7+!! Dxh7 3.Lxf6+ Kg8, und nun entschei­det der stille Zug 4.Df5! und der Sg6 geht ver­loren.