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Runde 8 der Landesliga

Die achte Runde der LL 2023/24 brachte wieder ein gemein­sames Heim­spiel der ersten und zweit­en Mannschaft des ASK Kot­ting­brunn. Die Kampf­mannschaft (IM Peyr­er, FM Dotzer, FM Kun­di­anok, IM Schroll, Miazhyn­s­ki M., Stein­er) war gegen Sieghart­skirchen in der Favoriten­rolle, während es für das zweite Team (Szvetits, Gerö, Götz, Dit­tel, Deak-Sala, Taizhanov) gegen Baden um Indus­trieviertel­pres­tige und eine Absicherung des 5. Tabellplatzes ging.

Auf allen Bret­tern gab es aus­ge­sprochen inter­es­sante Eröff­nungsvari­anten und -stel­lun­gen zu betra­cht­en. In der Begeg­nung Kot­ting­brunn I — Sieghart­skirchen bracht­en uns präzise her­aus­ge­spielte tak­tis­che bzw. strate­gis­che Siege von Kon­stan­tin und Michael auf den Bret­tern 1 und 5 rasch in Front, bald darauf kon­nte auch Ger­hard seinen Geg­n­er in ein­er eher dynamisch aus­geglich­enen Stel­lung aus­trick­sen. Den Mannschaftssieg sicherte Win­ter-Neuzu­gang Vladislav Kun­di­anok gegen Emanuel Högl: nach ein­er wilden Par­tie, in der Schwarz zwis­chen­zeitlich 3 Bauern opferte, einigte man sich kurz vor der Zeitkon­trolle auf Remis. Lukas gewann eine weit­ere Par­tie in dieser Sai­son in seinem Trade­mark-Stil (im Mit­tel­spiel einen schein­bar wenig ansehn­lichen Bauern gewin­nen, diesen dann aber schein­bar müh­e­los nach Hause spie­len), während Bruno dem in ein­er franzö­sis­chen Vertei­di­gung im Zen­trum steck­en gebliebe­nen schwarzen König mit seinen Schw­er­fig­uren erfol­gre­ich zu Leibe rück­te. Am Ende ergaben sich ein paar hüb­sche tak­tis­che Wen­dun­gen:

Schwarz hat ger­ade auf f2 geschla­gen und dro­ht nun ein ver­heeren­des Abzugss­chach, doch Bruno hat alles im Griff:
1.Tf1! Txf1+
Der Turm ist ent­lang der f-Lin­ie gefes­selt. Ein ander­er Abzug würde ein­fach mit 2.Kg2 beant­wortet wer­den. Eine spek­takuläre Vari­ante ergäbe sich nach dem über­raschend gifti­gen Ver­such 1…Ta5, was Weiß mit 2.De5!! (der einzige Gewinnzug!) Txf1+ 3.Kg2! (oder 3.Kh2!, aber nicht 3.Kxf1? Dxb5+, und der Td7 fällt auch noch.) Tf2+ 4.Kh3! beant­worten müsste. Nach der erfol­gre­ichen Berg­steigeak­tion des weißen Königs und 4…Le7 gehen die schwindel­er­re­gen­den Vari­anten noch lange weit­er: 5.Dh8+ Kf7 6.Dxh7+ Kf6 7.Dxe7+ Ke5 8.Ld3!!, und nun z.B. 8…Td5 9.Dg7+! Tf6 10.Dg5+ Tf5 (10…Kd4 11.Dxf6+ Kxd3 12.Txd5+ und der Bauer e6 ist gefes­selt!) 11.Lxf5! Txd7 12.Lxe6+!! Kxe6 13.Dg6+ und die Dame auf b6 geht ver­loren. Auch in allen anderen Vari­anten kann Schwarz laut Com­put­er hier nicht entkom­men. Fan­tastisch!
2.Kxf1 Le7
Es dro­hte Matt, ange­fan­gen mit 3.Df3+.
3.Kg2! (3.De5! gewin­nt auch.) Td8 4.Df3+ Kg8 5.Txe7 Td2+ 6.Kh2 Dd4 7.Df7+ Kh8 8.Df8 matt.


Die zweite Mannschaft erwis­chte gegen Baden einen Traum­start. Emil­ia und Ais­sul­tan kon­nten auf den let­zten bei­den Bret­tern mit tak­tis­chen Tricks entschei­dend Mate­r­i­al gewin­nen und sorgten für eine rasche 2:0-Führung. Auf den restlichen Bret­tern sah es zu diesem Zeit­punkt noch ganz gut aus, doch bald began­nen die Par­tien auf den Bret­tern 1, 3 und 4 lei­der zu kip­pen und Baden über­nahm das Kom­man­do. Leon­hard spielte auf Brett 2 eine starke Par­tie, brachte einen weißen Freibauern bis nach b7 und gewann oben­drein noch eine Qual­ität. Der Gewinn, im Mit­tel­spiel laut Com­put­er zwar vorhan­den, war aber sehr schw­er zu find­en. Let­ztlich musste Weiß den Bauern b7 aufgeben und in ein End­spiel mit Qual­ität für Bauer abwick­eln, das allerd­ings auf­grund der kom­pak­ten schwarzen Struk­tur nicht zu gewin­nen war. End­stand somit 3.5:2.5 für die Gäste aus Baden.

Für den ASK Kot­ting­brunn war es den­noch ein erfol­gre­ich­er Spielt­ag, da der ASK mit dem 5.5:0.5-Sieg über Sieghart­skirchen die Tabel­len­führung zurücker­obert hat. Grund war uner­wartete aber erfreuliche Schützen­hil­fe aus Bisam­berg: der bish­erige Tabel­len­führer aus Krems kam dort nur zu einem 3:3-Unentschieden. Die zweite Mannschaft des ASK bleibt trotz des Punk­tev­er­lusts im soli­den Mit­telfeld der Tabelle. Alle Ergeb­nisse im Detail sind auf chess-results zu find­en.

 

6. Runde der Landesliga

Am 10.12.2023 fand die let­zte Runde 2023 statt, ein gemein­sames Heim­spiel unser­er bei­den Lan­des­li­gateams. Die Kampf­mannschaft (FM Dotzer, FM Bor­rmann, Bonk, IM Schroll, Miazhyn­s­ki M., Stein­er) empf­ing den SK Baden zum Indus­trieviertelder­by, während die zweite Mannschaft mit dem SK Zwet­tl eine auf dem Papi­er toughe Auf­gabe zu bewälti­gen hat­te.

Die erste Mannschaft stellte die Weichen rasch auf Sieg. Andras gewann mit Hil­fe ein­er bril­lanten Eröff­nungsidee eine Miniatur, Lau­renz steuerte ein sou­veränes Remis gegen IM Leisch bei, während Michael und Bruno ihrer Favoriten­rolle prob­lem­los gerecht wer­den kon­nten. Lediglich Lukas musste (noch) die Über­ma­cht von GM Shen­gelia auf dem Spitzen­brett zur Ken­nt­nis nehmen. Mit dem 4,5:1,5-Sieg bleiben wir dem Tabel­len­führer mit einem Punkt Rück­stand auf den Fersen.

Das zweite Team (Lovri­novic, Götz, Szvetits, Gerö, Kuti, Wallinger) ging auch rasch mit 2:0 in Führung, da Zwet­tl nur mit 4 Spiel­ern angereist war und die ersten bei­den Bret­ter zu unseren Gun­sten kon­tu­maziert wur­den. Allerd­ings war den­noch ein enger Wet­tkampf zu erwarten, da die restlichen Bret­ter dur­chaus elostark beset­zt waren — so spielte GM Blat­ny (Elo 2367) auf Brett 3 — es kam aber sen­sa­tioneller­weise ganz anders! Leon­hard, Oliv­er und Niko­laus kon­nten ihre elostärk­eren Geg­n­er alle überzeu­gend besiegen, und auch Rene stand in sein­er ersten Par­tie gegen einen Großmeis­ter über­haupt die ganze Par­tie über nicht schlechter. In Rene‘s Zeit­not ver­suchte GM Blat­ny am Damen­flügel Ver­wick­lun­gen anzus­treben, aber Rene blieb cool:

33.a4?!
Eine sehr zweis­chnei­di­ge Entschei­dung, die die weiße Königsstel­lung enorm ent­blößt.
33…Ta6! 34.La3?
Die falsche Rei­hen­folge, 34.c6! war notwendig, um den Springer rasch nach c5 zu brin­gen (34…Txa4+?? 35.Dxa4 +-)
34…Txa4! 35.c6 Txa3
Der kalt­blütige Com­put­er gibt sog­ar 35…bxc6! 36.Sc5 und erst jet­zt 36…Txa3!, mit der Pointe 37.Dxa3 Dd6! — Weiß kommt aus dieser Fes­selung nur schw­er her­aus.
36.Dxa3 bxc6 37.Thc1 Tf5?!
Sicher­er ist 37…Lb6!, wonach 38.Sc5? Dd6! zur obi­gen Vari­ante führen würde.
38.Sc5 Ld6!
Der einzige Zug! 38…Dd6?? 39.Da6! und Weiß gewin­nt. 38…Dc8? 39.Sa6! Ld6 40.Dxd6 Dxa6+ 41.Kb2 und die schwarze Stel­lung hängt am sei­de­nen Faden.
39.e4 Lxc5 40.Dxc5 Tf6 41. Tb3 Kb7 42.Ta3 Sc8 43.Lxf3?
Ver­mut­lich eine Panikreak­tion, da Schwarz alle Punk­te um den König gedeckt zu haben scheint und nun den schwachen weißen Königs­flügel abzuräu­men gedenkt. Allerd­ings muss auch der Nachziehende vor­sichtig sein, wie fol­gende Beispiel­vari­ante zeigt: 43.Ta2!? Dxh3? 44.Da3! Dd7 45.Da6+ Kb8 46.Lxf3! Txf3 47.Txc6! und Weiß gewin­nt.
43…Txf3 44.Dxe5 De7!
Das wider­legt den 43. Zug von Weiß. Da der Ta3 hängt muss Weiß den Damen­tausch zulassen, wonach sich Schwarz allerd­ings keine Sor­gen mehr um seinen König machen muss und mit der Bauern­walze am Damen­flügel gewin­nt.
45.Tc5 Dxe5 46.Txc5 Txf2 47.Tg5 Tf3 48.Txg7+ Kb6 49.Tg8 Sd6 50.Tb8+ Sb7 51.Kb2 Txh3 52.Kc2 a5 53.Ta1 Th2+ 54.Kc1 a4 55.Ta3 Kc7 56.Th8 Sc5
1–0

Ein fan­tastis­ches Resul­tat für Rene aber auch die ganze Mannschaft — Endergeb­nis 6:0! Kot­ting­brunn II set­zt sich damit im Mit­telfeld der Tabelle fest. Alle Ergeb­nisse find­en sich wie immer auf chess-results.com.

4. und 5. Runde in der Landesliga

Die Per­son­al­prob­leme set­zten sich auch in der 4. Runde gegen Zwet­tl fort. Durch die WM in Ital­ien fehlten uns gle­ich 6 Spiel­er für bei­de Mannschaften. Zwei Tage vor der Runde am 12.11. fie­len noch zusät­zlich 2 Stamm­spiel­er aus. Auf Grund der der Regel 3 Stamm- bzw. 3 Gast­spiel­er in der LL mussten wir ein Brett vorgeben. Trotz der Schwierigkeit­en wollte die Mannschaft zu Hause unbe­d­ingt einen Sieg errin­gen. Brett 1 wurde kampf­los aufgegeben, auf allen anderen Bret­tern wurde hart gekämpft. Kon­stan­tin Peyr­er opferte auf Brett 2 sog­ar eine Fig­ur gegen GM Blat­ny, Yuri Miazhyn­s­ki und Jörn Schulz spiel­ten über 3 Stun­den, lei­der kon­nten wir diese drei guten Stel­lun­gen nicht in einen Sieg ver­w­erten. Das Unentsch­ieden von Bruno Stein­er war okay, einzig Ger­hard Schroll kon­nte mit einem Sieg das 3:3 gegen Zwet­tl fix­ieren. Durch diese Punk­teteilung wur­den wir von Krems über­holt und von der Tabel­len­spitze abgelöst.

Der ASK Kot­ting­brunn 2 hat­te Amstet­ten zu Gast, und dies­mal kam Amstet­ten zumin­d­est auf den Spitzen­bret­tern stärk­er ins Indus­trievier­tel. Auf den Bret­tern 1 und 2 spiel­ten Chris­t­ian Lovri­novic gegen FM Flo­ri­an Sand­höfer und Rene Szvetits gegen IM Erwin Rum­pl, lei­der ver­loren bei­de die Par­tien. Auf 3–6 waren wir mit Leon­hard Gerö, Oliv­er Kuti, Christoph Götz und Her­bert Dit­tel auf allen Bret­tern leichter Favorit. Der Siegeswillen war vorhan­den, und so kon­nten wir 3,5 Punk­te errin­gen — Christoph spielte remis. Mit diesem 3,5:2,5 Sieg gegen Amstet­ten gaben wir ein kräftiges Leben­sze­ichen und sicherten uns den 8. Tabel­len­platz. Unsere junge Mannschaft hat durch diesen Sieg enor­men Auftrieb bekom­men und es warten auch noch einige Mannschaften in Schlagdis­tanz.


Die 5. Runde am 26.11. führte uns nach Eggen­burg, wo wir im Mai Cup-Sieger wur­den. Obwohl die WM bis zum 24.11. dauerte, wollte Lukas Dotzer unbe­d­ingt gegen IM Har­ald Schnei­der-Zin­ner spie­len. Der Auf­steiger kon­nte nicht kom­plett antreten. Lukas spielte gegen Pern­er­stor­fer Max und hat­te bald großen Vorteil. Auch die Bret­ter 2–6 kon­nten gegen eloschwächere Geg­n­er rasch Vorteile erlan­gen und einige Par­tien ende­ten bald mit einem Sieg. Unsere Mannschaft mit Lukas Dotzer, Ger­hard Schroll, Leopold Wag­n­er, Jörn Schulz, Sat­tar Albadri und Daniel Lech­n­er holte einen sou­verä­nen 5,5:0,5 Sieg, nur Ger­hard gab einen hal­ben Punkt ab. In der näch­sten Runde gibt es das Heim­spiel gegen Baden, wo wir unbe­d­ingt einen Sieg benöti­gen, damit wir den Anschluss an Krems nicht ver­lieren.

Auch die zweite Mannschaft von Kot­ting­brunn spielte auswärts in Stock­er­au. Stock­er­au trat dies­mal ohne Har­ald Grötz an, und wir rech­neten uns einige Chan­cen aus. Der Wet­tkampf ver­lief auch sehr span­nend. Auf den Bret­tern 5 und 6 set­zten wir dies­mal Sebas­t­ian Kas­par und Ais­sul­tan Taizhanov ein. Sebas­t­ian holte gegen einen 2000er lock­er ein Remis, Ais­sul­tan ver­lor lei­der unglück­lich. Auch auf Brett 4 kon­nte Oliv­er überzeu­gen und gegen Hannes Schirm­beck (Elo 2098) ein Unentsch­ieden erre­ichen. Leon­hard Gerö besiegte einen 2100er, das Match war somit noch offen. Die Entschei­dung gab es auf den Spitzen­bret­tern 1–2, die lei­der ver­loren gin­gen — der Wet­tkampf endete 4:2 für Stock­er­au. Trotz­dem war die spielerische Leis­tung der jun­gen Mannschaft in Ord­nung und ver­spricht für die Zukun­ft große Hoff­nung.

(Bericht: Joachim Sala­m­on)

2. und 3. Runde in der Landesliga

Am 08.10. wurde die 2. Runde in der Lan­desli­ga gespielt. ASK Kot­ting­brunn 1 hat­te Amstet­ten zu Gast. Wie bere­its im Vor­jahr war der SK Amstet­ten ersatzgeschwächt angereist und die junge Mannschaft mit Kon­stan­tin Peyr­er, Lukas Dotzer, Michael Miazhyn­s­ki und Leopold Wag­n­er erlangten auf den Bret­tern 1–4 rasch Vorteil. Unsere Senioren auf den Bret­tern 5–6 mit Ger­hard Schroll und Bruno Stein­er fügten sich der restlichen Mannschaft an und nach 3 Stun­den gab es einen 6:0 Kan­ter­sieg und den 1. Platz in der Tabelle.

Die Mannschaft ASK Kot­ting­brunn 2 hat­te das schwere Auswärtsspiel in Krems zu bestre­it­en. Lei­der stand mit Chris­t­ian Lovri­novics Brett 1 nicht zur Ver­fü­gung. Rene Szvetits erspielte gegen IM Gün­ter Kuba ein starkes Unentsch­ieden und auch der Rest der Mannschaft 2–6 mit Leon­hard Gerö, Oliv­er Kuti, Christoph Götz, Jayaku­mar Soma­sun­dram und Johann Buch­has kämpften um die ersten Punk­te, lei­der ging der Wet­tkampf unglück­lich mit 2,5:3,5 ver­loren.  Götz und Buch­has holten die restlichen Punk­te. Die Sen­sa­tion lag in der Luft, lei­der fehlte der Mannschaft an diesen Tag das Glück.


In der 3. Runde musste der ASK Kot­ting­brunn 1 zum ersten Mal auswärts am 22.10. in Stock­er­au antreten. Stock­er­au hat eine sehr aus­geglich­ene Mannschaft und sorgt immer wieder für Über­raschun­gen. Nach­dem Kon­stan­tin in der deutschen BL spielte, sprang unser GM Ilia Bali­nov ein. Lei­der fehlten mit Lukas Dotzer und Lau­renz Bor­rmann weit­ere Stamm­spiel­er wegen Kader­train­ing des ÖSV. Trotz der Per­son­al­prob­leme stell­ten wir eine sehr gute Mannschaft mit Ilia Bali­nov, Ger­hard Schroll, Michael Miazhyn­s­ki, Andras Bonk, Jörn Schulz und Leopold Wag­n­er. Stock­er­au hat­te fast auf jeden Brett 100 Elop­unk­te weniger, lei­der kon­nten wir in manch guten Stel­lun­gen unsere Vorteile nicht ver­w­erten. Der Wet­tkampf wogte hin und her, am Ende kon­nten wir glück­lich mit 3,5:2,5 gewin­nen.  Brett 1–3 ende­ten unentsch­ieden, Brett 4 und 5 wur­den gewon­nen.

ASK Kot­ting­brunn 2 war dies­mal spiel­frei, da in der LL nur 11 Mannschaften teil­nehmen.

(Bericht: Joachim Sala­m­on)

Kottinbrunner Duell zum Start der Landesliga 2023/24

Am 24.09 erfol­gte der Startschuss zur neuen Sai­son 2023/24 der Lan­desli­ga, welche für den ASK Kot­ting­brunn eine ganz beson­dere ist: erst­mals in der Vere­ins­geschichte stellen wir gle­ich zwei Mannschaften in Niederöster­re­ichs höch­ster Spielk­lasse. Ziel der ersten Mannschaft ist es, um den Titel mitzus­pie­len, während im zweit­en Team vor allem Jugend­spiel­er eine Chance bekom­men sollen, gegen starke Geg­n­er­schaft Spiel­er­fahrung zu sam­meln.

Bei zwei Teams eines Vere­ins in ein­er Liga spie­len diese üblicher­weise gle­ich in der ersten Runde gegeneinan­der, somit hieß das Duell in Runde 1 auch Kot­ting­brunn I — Kot­ting­brunn II. Die Kampf­mannschaft musste zwar auf Zugpferd IM Kon­stan­tin Peyr­er verzicht­en (dieser spielt derzeit bei der U20-WM in Mexiko-Stadt), die Jungstars waren aber mit FM Lukas Dotzer und FM Lau­renz Bor­rmann auf den Bret­tern 1 und 2 den­noch stark vertreten. Das Team kom­plet­tierten IM Ger­hard Schroll, Yuri und Michael Miazhyn­s­ki sowie der Autor. Auch die zweite Mannschaft war dur­chaus stark beset­zt: für Erfahrung sorgten “Come­backer” Rene Szvetits und Jayaku­mar Soma­sun­dram, während auf den Bret­tern 2–5 mit Leonard Gerö, Emil­ia Deak-Sala, Christoph Götz und Oliv­er Kuti Nach­wuchsspiel­er am Start waren.

Entsprechend umkämpft ging es auf allen Bret­tern zu. Als erste Par­tie endete Brett 5: nach Damen­tausch einigten sich Christoph und Yuri im End­spiel bald auf eine Punk­teteilung. Vor der ersten Zeitkon­trolle kippten dann die Par­tien allmäh­lich zugun­sten unser­er ersten Mannschaft. Zunächst kon­nte der Autor dem weißen König am Damen­flügel erfol­gre­ich zu Leibe rück­en und entschei­dend Mate­r­i­al gewin­nen, während Lukas am Spitzen­brett in ein­er span­nen­den Par­tie in den entschei­den­den Momenten cool blieb, das schwarze Gegen­spiel neu­tral­isierte und seinen Mate­ri­alvorteil nach Hause spielte.

Die span­nende Par­tie von Lukas und Rene am Spitzen­brett endete schlussendlich mit einem Sieg für Weiß.

Lau­renz hat­te zwei Mehrbauern und ver­suchte diese in einem Turm-Läufer-End­spiel trotz der ungle­ich­far­bigen Läufer zu ver­w­erten, während Ger­hard die Kom­p­lika­tio­nen im Mit­tel­spiel her­vor­ra­gend in ein gut ste­hen­des End­spiel hat­te manövri­eren kön­nen. In bei­den Par­tien set­zte sich schlussendlich der Elo­fa­vorit durch. Am umkämpftesten war die Par­tie zwis­chen Michael und Oliv­er, nach einem fan­tastis­chen Schlagab­tausch im Mit­tel­spiel kämpfte Let­zter­er im End­spiel mit Dame und Läufer gegen Turm, Läufer, Springer und zwei Mehrbauern aber eben­falls ums Remis. Michael ver­suchte lange, die fehlende Koor­di­na­tion der schwarzen Fig­uren zu nutzen und den auf der Grun­drei­he steck­en gebliebe­nen schwarzen Läufer zu gewin­nen, doch Oliv­er vertei­digte sich hart­näck­ig und holte so let­ztlich den ver­di­en­ten hal­ben Punkt.

Mit einem 5:1 startete unsere Kampf­mannschaft damit erfol­gre­ich in die Mis­sion Titel, die zweite Mannschaft hat­te sich dabei jedoch teuer verkauft und die Par­tien auf allen Bret­tern lange offen gehal­ten. Alle Ergeb­nisse der ersten Run­den im Detail find­en sich auf chess-results. Kot­ting­brunn I empfängt in zwei Wochen im Sportho­tel Höll­rigl den SV Amstet­ten, während Kot­ting­brunn II in Krems zu Gast sein wird.

Erfolgreiche Titelverteidigung im Industrieviertel-Cup

Am 16.9. wurde in Bad Erlach die Schach­sai­son 2023/24 im Indus­trievier­tel — wie nun schon seit eini­gen Jahren üblich — mit dem Indus­trievier­tel-Cup eröffnet. Aus­gerichtet als Mannschafts-Schnellschachturnier (4 Spiel­er pro Team, Bedenkzeit 10+2) fan­den sich dieses Jahr 8 Mannschaften im Cafe Sabine ein, gespielt wurde in 2 Vor­run­den­grup­pen mit abschließen­den Platzierungsspie­len. Ein Wer­mut­stropfen war lei­der die Abwe­sen­heit einiger Stammteil­nehmer, so war z.B. von den son­st immer zu den Favoriten zäh­len­den Baden­ern kein einziges Team am Start.

Sehr motiviert war hinge­gen der ASK Kot­ting­brunn, seinen Titel aus dem Vor­jahr zu vertei­di­gen. Wir stell­ten gle­ich 3 Mannschaften, es hät­ten gar 4 sein kön­nen, doch eine unger­ade Anzahl an Teams wäre für diesen Turnier­modus ungün­stig gewe­sen. Weit­ers waren noch Glog­gnitz, Kirch­berg, Ter­nitz sowie die Gast­ge­ber Bad Erlach mit zwei Mannschaften dabei. Als haushoher Titelfa­vorit galt aber unsere mit öster­re­ichis­chen Top-Nach­wuchsspiel­ern gespick­te erste Mannschaft (IM Kon­stan­tin Peyr­er, FM Lukas Dotzer, FM Lau­renz Bor­rmann, Leopold Wag­n­er) mit einem Eloschnitt von fast 2350 (!!), und wurde dieser Rolle auch vol­lauf gerecht. Neben dem Mannschaft­spunk­temax­i­mum holte man auch lock­er das Brettpunk­temax­i­mum. Unsere zweite Mannschaft (Michael und Yuri Miazhyn­s­ki, Emil­ia Deak-Sala, Her­bert Dit­tel und der Autor) spielte eine rel­a­tiv sou­veräne Vor­runde, war im abschließen­den Duell mit Kot­tin­gr­bunn I im Finale um den Turnier­sieg aber chan­cen­los. Knapp ver­passte der ASK einen Dreifach­sieg: unser drittes Team (Oliv­er Kuti, Joachim Sala­m­on, Adal­bert Musilek, Ais­sul­tan Taizhanov, Hel­mut Stein­er) musste sich im Spiel um Bronze äußerst knapp den Glog­gnitzern (mit einem Jugendteam am Start) geschla­gen geben. End­stand nach Brettpunk­ten zwar 2:2, doch auf­grund der Brettsiege auf 1 und 3 ging Bronze dank Zweitwer­tung an Glog­gnitz.

IV-Cup­sieger Kot­ting­brunn I (v.l.n.r): FM Lukas Dotzer, IM Kon­stan­tin Peyr­er, Leopold Wag­n­er, IV-Präsi­dent Ger­hard Murstein­er, FM Lau­renz Bor­rmann, Kot­ting­brun­ner Obmann Joachim Sala­m­on [Foto: Josef Petz]
Mit dem erneuten Sieg im Indus­trievier­tel-Cup hat sich Kot­ting­brunn für das NÖ-weite Final­turnier der Vier­telscup­sieger näch­stes Jahr im Früh­jahr qual­i­fiziert. Nach dem NÖ-Cup­sieg im Vor­jahr strebt der ASK dort natür­lich eben­falls eine erfol­gre­iche Titelvertei­di­gung an.

Kottingbrunner Erfolge bei den Sommerturnieren

Bei den Som­mer­turnieren im Indus­trievier­tel in Bad Vös­lau, Glog­gnitz und Baden war der ASK jew­eils mit ein­er kleinen aber feinen Abor­d­nung von Spiel­ern vertreten. Im Fol­gen­den eine kurze Zusam­men­fas­sung aus Kot­ting­brun­ner Sicht.

34. Blitzschach-Open Bad Vös­lau
Am Vös­lauer Blitzschachturnier nah­men vom ASK neben den erfahre­nen Spiel­ern Johann Buch­has, Jayaku­mar Soma­sun­dram, Thomas Fug­ger und dem für uns in der Lan­desli­ga engagierten IM Mag. Dr. Ger­hard Schroll mit Dominik Ernst, Ais­sul­tan Taizhanov und Alexan­der All­dred auch drei Nach­wuchsspiel­er teil. Nach 11 span­nen­den Blitzrun­den kon­nte sich Ger­hard dann auch den alleini­gen Turnier­sieg sich­ern! Weit­ers gelang auch Dominik und Ais­sul­tan mit den Rän­gen 15 und 16 ein her­vor­ra­gen­des Turnier. Ergeb­nisse, ein Bericht und Fotos find­en sich auf der Home­page des SK Bad Vös­lau.

7. Schwarzatal Open
Vier Spiel­er, davon drei im A-Turnier (IM Mag. Dr. Ger­hard Schroll, Oliv­er Kuti und Jayaku­mar Soma­sun­dram) sowie einen im B-Turnier (Thomas Fug­ger), stell­ten wir beim 7. und zum vor­erst let­zten Mal im Glog­gnitzer Hotel Loibl aus­ge­tra­ge­nen Schwarzatal Open (das Turnier erhält kom­mendes Jahr einen neuen Aus­tra­gung­sort). Neben Ger­hard — er ver­passte mit dem 6. Endrang das Podest nur knapp — gelang auch den anderen Spiel­ern ein jew­eils sehr gutes Turnier. Oliv­er belegte als Set­znum­mer 20 schlussendlich Rang 14 (punk­te­gle­ich mit Rang 5), er ver­lor nur gegen Ger­hard und erre­ichte in der Schlussrunde ein Remis gegen den Elo­fa­voriten FM Flo­ri­an Most­bauer (Elo 2303). Sum­si machte mit Rang 19 gle­ich 15 Plätze im Ver­gle­ich zur Set­zliste gut, Thomas im B-Turnier der­er 4 (Endrang 11, punk­te­gle­ich mit Rang 6). Ergeb­nisse, Berichte und Fotos find­en sich auf der Home­page des SK Glog­gnitz.

ERSTE Bank Chess Open
Der Som­mer­ausklang fand dann beim Baden­er Chess Open in Tribuswinkel statt, wo gle­ich 9 Spiel­er des ASK Kot­ting­brunn am Start waren: Oliv­er Kuti, Joachim Sala­m­on, Niko­laus Wallinger (alle A-Turnier), Moni­ka Mol­nar, Johann Buch­has, Ais­sul­tan Taizhanov (alle B-Turnier), Vor­jahressieger Dominik Ernst (C-Turnier) sowie die Jugend­spiel­er Daniel und Matthias Driza (D-Turnier). Auch hier zeigten alle gute Leis­tun­gen, beson­ders her­vorzuheben aber sind die Leis­tun­gen von Oliv­er, der sich im A-Turnier von Star­trang 27 auf Endrang 12 vorkat­a­pul­tierte, sowie von Ais­sul­tan, der — punk­t­gle­ich mit dem Sieger — das Podest als 4. nur auf­grund der Zweitwer­tung ver­passte! Alle Ergeb­nisse, ein Bericht sowie Fotos find­en sich auf der Home­page des SK Baden.

Schachsommer 2023 im Industrieviertel

Wie jedes Jahr bietet der Som­mer im Indus­trievier­tel einige Schachturniere zum Saisonausklang oder bere­its zur Vor­bere­itung auf die neue Meis­ter­schafts­sai­son, welche unten kurz vorgestellt sind. Anson­sten wün­scht der ASK Kot­ting­brunn einen angenehmen, erfol­gre­ichen und vor allem gesun­den (Schach-)Sommer!

Staatsmeis­ter­schaft 2023 (22.7.–30.7.2023)
(Auss­chrei­bung, Home­page des Ver­anstal­ters)

Ein Turnier, das zwar nicht im Indus­trievier­tel stat­tfind­et aber auf­grund sein­er Nähe und Wichtigkeit den­noch erwäh­nt wer­den sollte ist die Öster­re­ichis­che Staatsmeis­ter­schaft im Stan­dard­schach. Diese find­et vom 22.7. — 30.7. im bewährten Ambi­ente des Haus­es des Schachsports in Wien  statt. Für die Teil­nahme gilt allerd­ings eine Min­destelozahl von 2000 (1900 für Damen und Jugendliche). Par­al­lel find­et aber wie im Vor­jahr ein Ama­teu­ropen statt. Kieb­itze sind natür­lich auch willkom­men.

Bad Vös­lauer Biltzscha­chopen (20.8.2023)
(Auss­chrei­bung fol­gt, Home­page des Ver­anstal­ters)

Auch das alljährliche Blitzscha­chopen des SK Bad Vös­lau kehrt am 20.8. wieder. Weit­ere Details wer­den in ein­er Aussendung von Robert Baum­frisch fol­gen, Aus­tra­gung­sort wird ver­mut­lich das Col­lege Gar­den Hotel sein.

7. Schwarzat­alopen (24.8.–27.8.2023)
(Auss­chrei­bung, Home­page des Ver­anstal­ters)

Ende August find­et in Glog­gnitz das Schwarzat­alopen in sein­er bere­its 7. Aus­gabe statt. Gle­ichzeit­ig wird es ein Abschied vom über die Jahre bewährten Spiel­lokal — das Hotel Loibl schließt Ende August seine Pforten. Gespielt wer­den 5 Run­den in zwei Turnieren (A,B), am Fre­itag find­et zudem ab 13:00 ein Blitz­turnier statt.

ERSTE Bank Chess Open (29.8.–3.9.2023)
(Auss­chrei­bung, Home­page des Ver­anstal­ters)

Einen drauf im Ver­gle­ich zum Vor­jahr set­zt der SK Baden bei seinem ERSTE Bank Chess Open zum Som­mer­ab­schluss ab 29.8.: statt 5 Run­den gelan­gen dieses Jahr gle­ich 7 Run­den zur Aus­tra­gung, wie bei der vorigen Aus­gabe in 4 Turnier­grup­pen (A,B,C,D). Spielort ist das Gemein­dezen­trum Pfaffstät­ten. Inter­essierten Schachfre­un­den wird eine rasche Anmel­dung emp­fohlen — die Max­i­mal­teil­nehmerzahl ist mit 120 begren­zt.

Topresultat für Michael Miazhynski in St. Veit

Vom 8.7. bis zum 15.7.2023 fand in St. Veit an der Glan das mit­tler­weile 42. tra­di­tionelle Som­meropen statt. Die Kom­bi­na­tion aus Urlaub und Schachturnier (9 Run­den) lock­te wieder zahlre­iche Teil­nehmer nach Kärn­ten — in Summe 267 Teil­nehmer in 3 Grup­pen (A,B und Jugend­turnier).

Vom ASK Kot­ting­brunn waren wie im Vor­jahr das Vater-Sohn-Ges­pann Yuri und Michael Miazhyn­s­ki im Ein­satz, und Michael erwis­chte ein ganz starkes Turnier. Er musste sich in 9 Run­den lediglich ein­mal — dem Elo­fa­voriten und späteren Turnier­sieger IM Yev­geniy Rosh­ka (Elo 2496) — geschla­gen geben. Demge­genüber standen u.A. ein Sieg gegen IM Hresc (Elo 2279) sowie eine Punk­teteilun­gen gegen GM Rog­ic (mit Elo 2446 die Num­mer 2 der Set­zliste). 6.5/9 Punk­te bei ein­er Elop­er­for­mance von 2293 ergaben den tollen Endrang 5 sowie ein kräftiges Elo­plus, das Michael in der Rat­ingliste wohl zum ersten Mal über 2200 Elo hieven wird. Das Podest kom­plet­tierten FM Sha­ran (7.5/9) und FM Fahrn­er (7.0/9).

Yuri spielte ein ergeb­nis­tech­nisch etwas ruhigeres Turnier mit 6.0/9. Die Zweitwer­tung war nach ein­er frühen Nieder­lage im Turnier nicht die beste, let­ztere wurde aber in den verbleiben­den Run­den noch sehr solide wettgemacht. Schlussendlich lan­dete er mit Rang 15 somit noch 5 Plätze vor sein­er Ein­stu­fung.

Alle Ergeb­nisse im Detail find­en sich wie immer auf chess-results.

Gloggnitzer Saisonfinale 2023

Beim Glog­gnitzer Saison­fi­nale am 23.06.2023, einem vom SK Glog­gnitz am Saiso­nende organ­isierten Schnellschachturnier,  wur­den auch die Sieger der Indus­trieli­ga geehrt. Nach­dem der ASK Kot­ting­brunn in der Liga und in der 1. Klasse jew­eils den Meis­ter­ti­tel errun­gen hat, 3. Platz in der 2. Klasse, gab es beim Schnellschachturnier eine starke Beteili­gung unser­er Spiel­er.  Am Turnier nah­men 40 Spiel­er teil, der ASK Kot­ting­brunn hat­te 9 Spiel­er am Start und die Platzierun­gen waren mannschaftlich sehr gut. Wir erre­icht­en sechs Platzierun­gen in den Top-10!  Bis zur vor­let­zten Runde hat­ten wir auch Chan­cen auf den Turnier­sieg, es reichte aber für den 3. Platz durch Joachim Sala­m­on. Weit­ere Platzierun­gen der ASK-Spiel­er: 4. Jayaku­mar Soma­sun­dram, 5. Ais­sul­tan Taizhanov, 7. Johann Buch­has, 8. Niko­laus Wallinger, 10. Dominik Ernst, 16. Fug­ger Thomas, 23. Willibald Anderl und 35. Altob­mann Hel­mut Stein­er. Detai­l­ergeb­nisse find­en sich auf chess-results.

Lei­der war es das (vor­erst) vor­let­zte wun­der­schöne Turnier im Gasthaus Loibl, da der Wirt das Lokal mit Ende August zus­per­rt. Wir und auch die anderen Spiel­er hof­fen auf einen neuen Pächter, der den Schachspiel­ern die Räum­lichkeit­en weit­er­hin zur Ver­fü­gung stellt. Ende August gibt es dann noch das Abschiedsspiel mit dem 7. Schwarzat­alopen.

Weit­ere Berichte zum Saison­fi­nale (inkl. Fotos) und Infos zum Schwarzat­alopen find­en sich auf der Home­page des SK Glog­gnitz.