Bad Vöslau ist Meister der 2. Bundesliga Ost

Am 30./31. März gin­gen im Wiener Haus des Schachsports die zwei Abschlussrun­den der 2. Bun­desli­ga Ost der Sai­son 2018/19 über die Bühne. Als sen­sa­tioneller Tabel­len­führer ging Bad Vös­lau in ebendiese, dahin­ter lauerten aber noch drei Mannschaften auf ihre Chance. Mit zwei sou­verä­nen Siegen gegen die Wiener Ver­fol­ger Aus­tria und Hiet­z­ing krön­ten sich die Ther­men­län­der aber schlussendlich mit einem Punkt Vor­sprung auf die starken Mis­tel­bach­er ver­di­en­ter­maßen zum Meis­ter. 9 Mannschaftssiege bei nur zwei Unentsch­ieden ohne Nieder­lage zeu­gen von ein­er über­ra­gen­den Sai­son!

Drei Jahre nach Auflö­sung der Spiel­ge­mein­schaft mit Kot­ting­brunn gelang der Mannschaft rund um Obmann Robert Baum­frisch nun also der große Coup mit dem Meis­ter­ti­tel der 2. Bun­desli­ga und dem damit ver­bun­de­nen Auf­stieg in Öster­re­ichs höch­ste Spielk­lasse im Schach. Der ASK grat­uliert her­zlich und wün­scht viel Erfolg für die kom­menden Auf­gaben in der 1. Bun­desli­ga!

Oliver Kuti ist U12-Landesmeister 2019 !

Am vorigen Woch­enende (23.–24.3.2019) wur­den die Niederöster­re­ichis­chen Lan­desmeis­ter­schaften für Burschen (U8 bis U12) und Mäd­chen (U8 bis U18) in Wolk­ers­dorf durchge­führt.

Der für den ASK Kot­ting­brunn spie­lende Oliv­er Kuti wurde mit ein­er sen­sa­tionellen Leis­tung (7 Punk­te aus 7 Par­tien) Lan­desmeis­ter U12. Alle Ergeb­nisse find­est du unter http://chess-results.com/tnr423529.aspx?lan=1&art=4 . Einen detail­lierten Bericht samt Fotos find­est du auch unter http://niederoesterreich.chess.at/ .

Wir grat­ulieren her­zlich!

Vereinsmeisterschaft 2019: Ausschreibung

Die Vere­ins­meis­ter­schaft 2019 ist eröffnet.

  • 7 Run­den Schweiz­er Sys­tem
  • pro Runde zwei Par­tien Schnellschach (25 Minuten + 10 Sekun­den pro Zug) und zwei Par­tien Blitzschach (5 Minuten)
  • Alle weit­eren Dat­en find­est du in der Auss­chrei­bung.

Bitte Anmel­dun­gen an paulsen.schach@gmx.at senden.
Nennschluss ist am Fre­itag, den 29.3.2019.

Industrieviertelliga Rd. 8: Äußerste Spannung in Bad Erlach

Es hätte heute am 10. März 2019 in Bad Erlach kaum noch span­nen­der sein kön­nen …

Fer­enc Csil­lag hat­te auf Brett 1 gegen Man­fred Kraus eine sehr scharfe Par­tie, die von ent­ge­genge­set­zten Rochaden, Qual­ität­sopfern und einem lei­der sehr starken geg­ner­ischen Mat­tan­griff geprägt war. Das 1:0 für Erlach war unver­mei­d­bar.

Brett 2 brachte mit der Par­tie Joachim Sala­m­on gegen Eduard Ganauser eben­falls eine unaus­geglich­ene Stel­lung, in der Joachims zwei Leicht­fig­uren schließlich gegen einen Turm die Ober­hand behiel­ten. Die läng­ste Par­tie neben­bei … .

Auf Brett 3 ging wieder ein­mal (wie schon öfter) die Begeg­nung Peter Radakovics — Rudolf Wal­leck­er über die Bühne. In einem Tur­mend­spiel mit einem Mehrbauern geseg­net gelang Peter schließlich das 2:1 für Kot­ting­brunn.

Jayaku­mar Soma­sun­dram hat­te am 4. Brett mit Mehrqual­ität und starkem vorgeschobe­nen Isolani gegen Robert Mohl die Nase vorne und holte so noch einen Punkt für Kot­ting­brunn.

Auf Brett 5 schließlich bekämpfte Har­ald Paulsen den isolierten Freibauern von Thomas Han­dler. Kurioser­weise führte der Gewin­nweg aber nicht durch die Mitte (Einkreisen des Isolani) son­dern durch ein Durch­brechen am Damen­flügel.

Damit hat unser Team zwei Run­den vor Schluss mit 4:1 nochmal richtig zugeschla­gen. Am 24.3. ste­ht die Runde gegen Baden an, und am 28.4. die Final­runde gegen Ter­nitz.

2. Klasse Rd. 8: Besser geht’s nicht mehr .…

Am 10.03.19 spiel­ten wir die 8. Runde gegen Bad Erlach. Während es im Vor­feld zunächst nach Per­son­alk­nap­pheit aus­sah, kon­nten wir am Spielt­ag  aus dem Vollen schöpfen.

Gyuri­ka Tamas (3. Brett) gelangte rel­a­tiv früh durch Qual­itäts­gewinn in Vorteil. Damit spielte er entschlossen zum Sieg — sein Geg­n­er (Raphael Futschik ) musste nach etwa zwei Stun­den aufgeben.

Etwa eine halbe Stunde später erlangte Thomas Fug­ger auf Brett vier entschei­den­den Stel­lungsvorteil mit Qual­itäts­gewinn. Ein paar Züge später gab sein Geg­n­er (Christo­pher Rodax) auf.

Als Näch­ster entschei­dete Hr. Erwin Dusek  auf Brett eins seine Par­tie endgültig für sich, nach­dem er schon mit ein­er Fig­ur im Vorteil kom­fort­a­bel ins Mit­tel­spiel über­leit­en kon­nte. Auch sein Geg­n­er (Andreas Futschik ) gab bei hoff­nungslos­er Stel­lung auf.

Kuti Oliv­er spielte eine sou­veräne und solide Par­tie, welche an seinem Siegeswillen nie zweifeln ließ. Schließlich endete seine Par­tie auf Brett zwei gegen Hr. Axel Sjoe­stroem in einem Bauer­nend­spiel, während dessen Oliv­er einen sein­er Bauern zur Grun­drei­he seines Geg­n­ers brachte. Der Rest war reine Form­sache.

Mit diesem 4: 0 Sieg wer­den wir in der zweit­en Klasse — Dank besser­er Gewin­nquote der einzel­nen Spiel­er — die Tabel­len­führung vor Glog­gnitz  übernehmen.  Damit bleibt der Titelkampf hier weit­er span­nend.

Landesliga Rd. 9: Heimspiel gegen Amstetten

In der 9. Runde hat­ten wir am 3.3.2019 den Tabel­len­führer aus Amstet­ten zu Gast. Bei­de Vere­ine kon­nten nicht die stärk­ste Mannschaft auf­bi­eten, trotz­dem woll­ten wir auf Gewinn spie­len.

Auf Brett 6 musste Bern­hard Haas in ein­er schar­fen Vari­ante mit Zug­wieder­hol­ung das Remis annehmen.

Auch Fer­enc Csil­lag kon­nte auf Brett 7 in ein­er Gam­bit­vari­ante mit einem Minus­bauern das Unentsch­ieden nicht mehr abwen­den.

Nach ca. 2 stündi­ger Spielzeit stand es 1:1 und die restlichen Spiele waren leicht bess­er für uns, nur Jayaku­mar Soma­sun­dram (Brett 6) hat­te Nachteil in der Stel­lung.

Her­bert Dit­tel brachte uns nach 3 Stun­den durch einen Sieg auf Brett 4 in Führung, aber kurze Zeit später ver­lor Jayaku­mar die Par­tie.

In der Zeit­not­phase wur­den die Par­tien von Johannes Wirius und Joachim Sala­m­on auf den Bret­tern 1 und 8 Remis gegeben.

Lei­der gab  Peyr­er Kon­stan­tin seinen Vorteil auf Brett 2 aus der Hand und die 2 restlichen Par­tien gin­gen in die Ver­längerung.

Plöt­zlich hat­te Ger­ald Lam­pl auf Brett 3 die Chance zu gewin­nen. Kon­stan­tin kon­nte seine Par­tie hal­ten und so blick­ten wir auf Ger­ald, der  nun auf Sieg spielte.  Lei­der hat­te er nur noch wenig Bedenkzeit und durch Zug­wieder­hol­ung endete auch diese unentsch­ieden.

Schlussendlich war das 4:4 gerecht und bei­de Mannschaften hat­ten einen Punkt gewon­nen.

Am 17.03. wartet auf Kot­ting­brunn in Litschau das schwere Auswärts­match. Wir wer­den noch ein­mal alles ver­suchen, um das Punk­tekontin­gent zu erhöhen und einen besseren Tabel­len­platz zu erre­ichen.  

 

 

Weihnachtsschachturnier der HTL Mödling

Am Fre­itag, den 21.12.2018, führte die Abteilung  Elek­tron­ik und tech­nis­che Infor­matik der HTL Mödling wie schon dreimal zuvor ein Schachturnier unter der Leitung von Mag. Har­ald Paulsen durch: 

Dieses Mal waren 33 Schü­lerin­nen und Schüler der Abteilung  am Start und spiel­ten in 5 Run­den ihre Jahrgangsmeis­ter aus. Ein genauer Bericht ist auf der Home­page der Abteilung Elek­tron­ik und tech­nis­che Infor­matik zu find­en.

Wie schon in den vorheri­gen Jahren hat unser Vere­in die Durch­führung des Turniers erst möglich gemacht — durch das Ver­bor­gen der nöti­gen Schachgar­ni­turen und Schachuhren.

Dafür ein her­zlich­es Dankeschön an Obmann Hel­mut Stein­er des ASK Kot­ting­brunn!

Kurzbesuch im “Wimbledon des Schachs”

Bern­hard Haas und Daniel Lech­n­er vom ASK Kot­ting­brunn stat­teten gemein­sam mit den ehe­ma­li­gen Kot­ting­brun­nern Ste­fan Zojer (derzeit SK Baden) und Thomas Zojer (lebt derzeit in Ams­ter­dam) dem tra­di­tion­sre­ichen Schachturnier „Tata Steel Chess“ im nieder­ländis­chen Wijk an Zee am 17. und 18. Jän­ner einen Woch­enendbe­such ab. Vom 11. bis 28. Jän­ner ver­wan­delte sich die kleine Ortschaft in ein wahres Schachmek­ka. Zwei Weltk­las­se­turniere (Mas­ters und Chal­lengers) wur­den von zahlre­ichen Ama­teur­turnieren mit rund 1000 Teil­nehmern begleit­et.

Blick über den Turnier­saal: Ama­teur­turniere im Vorder­grund, abges­per­rter Bere­ich des Top­turniers im Hin­ter­grund
Obwohl der Bere­ich vor der Absper­rung während der Par­tien stets voller Zuse­her war, hat­te man immer einen guten Blick auf die Top­bret­ter mit den Stars.
Die Ver­suchung, sich selb­st ans Brett zu set­zen war dementsprechend groß.

Die Wurzeln des Top­turniers reichen bere­its über 80 Jahre zurück, die erste Auflage gab es im Jahr 1938, und prak­tisch alle Welt­meis­ter (bis auf Was­sili Smys­low und Bob­by Fis­ch­er) tru­gen sich im Ver­lauf der Geschichte in die Siegerliste ein. Diese Tra­di­tion kann wohl kaum ein anderes Schachturnier auf der Welt vor­weisen.

“Nor­male Leute müssen Neapel sehen bevor sie ster­ben, ein Schachgroßmeis­ter muss zuvor Wijk aan Zee gewin­nen.” (Bent Larsen)

Neben der Möglichkeit, Weltk­lass­espiel­er haut­nah zu erleben (im Mas­ters sind 8 der Top 10 der Welt am Start) liegt der beson­dere Reiz aber vor allem in der bun­ten Mis­chung und der umgreifend­en Schache­uphorie in Wijk. Vom Schachan­fänger bis zum Welt­meis­ter ist alles vertreten, auch altersmäßig. In den Cafés im Dorf kaum ein Tisch, auf dem kein Schachbrett zur Analyse oder eine schnelle Blitz­par­tie ste­ht.

Wijk aan Zee selb­st in ein 2200-Ein­wohn­er-Dorf mit ein­er erstaunlichen Dichte an Cafés und Snack­bars.
Im “Café de Zon” wer­den die Par­tien noch im klas­sis­chen Stil für das Pub­likum analysiert.

Während die Par­tien noch liefen war es lei­der unter­sagt, im Spiel­saal Fotos zu machen. Dies­bezüglich sei hier auf die Turnier­seite ver­wiesen, auf der sich wirk­lich tolle Bilder „in Action“ find­en. Zum Abschluss eine Tak­tikauf­gabe aus der Par­tie Mag­nus Carlsen gegen Richard Rap­port: mit welch­er schö­nen Kom­bi­na­tion gewann der spätere Turnier­sieger und Welt­meis­ter aus Nor­we­gen mit Weiß gegen seinen ungarischen Konkur­renten die Par­tie (Hin­weis: es gibt 2 Lösun­gen, siehe unter dem Dia­gramm)?

Lösung: nach dem Läufer­opfer 1.Lxf6+! Txf6 entschei­det das Tur­mopfer 2.Txh7+!!, und Schwarz gab bere­its auf, da nach 2…Dxh7 3.Dxh7+ Kxh7 4.Sxf6+ der Springer den König und den Turm e8 gabelt, wonach Weiß mit Qual­ität und Bauer mehr ein leicht gewonnenes End­spiel hat. Der Com­put­er find­et sog­ar die noch bessere Lösung 1.Sxf6!! Txf6 (son­st kommt ein­fach ein Abzugss­chach), dann wieder 2.Txh7+!! Dxh7 3.Lxf6+ Kg8, und nun entschei­det der stille Zug 4.Df5! und der Sg6 geht ver­loren.