Landesliga Rd. 5: Auswärts gg. Pöchlarn

Am 25.11.2018 war der ASK Kot­ting­brunn in der LL auswärts in Pöch­larn engagiert. Auf­grund ein­er wahren Absagen­flut waren wir nur mit schwachen Hoff­nun­gen auf einen Punk­tegewinn angereist.

Dur­chaus orig­inelles Spiel­lokal war der Bahn­hof­swirt, der gle­ichzeit­ig ein Eisen­bah­n­mu­se­um beherbergt.

Nach einem raschen Remis auf Brett 3 legten wir dem Mot­to entsprechend auf den meis­ten Bret­tern dann auch gle­ich los wie die Eisen­bahn. Fer­enc schnürte seinen Geg­n­er Hel­mut Streimel­weger auf Brett 7 mit Fig­uren­spiel und einem weit vorg­erück­ten Bauern d5 ein, Joachim kon­nte seinen Raumvorteil auf Brett 5 gegen Gün­ter Höbarth bald in einen Mehrbauern ver­wan­deln und der Autor set­zte Ger­hard Mit­ter­mayr auf Brett 2 mit einem schö­nen Dop­pel­bauernopfer stark unter Druck. Die restlichen Par­tien standen zumin­d­est nicht schlechter für uns.

Fol­glich trudel­ten nach und nach die erfreulichen Ergeb­nisse ein. Kurz nach­dem Chris­t­ian Fabisch mit Schwarz gegen Wern­er Schweitzer sou­verän das Remis erre­ichte, gewann Joachim einen zweit­en Bauern, woraufhin sein Geg­n­er bald auf­gab. Fer­enc set­zte seinen Vorteil in eine Mehrqual­ität um und war unge­fährdet, und auch Har­ald Paulsen kon­nte Ernst Eich­horn auf Brett 8 in ein­er kom­plizierten Stel­lung über­spie­len und in ein siegre­ich­es End­spiel abwick­eln. Als der Autor kurz vor der Zeitkon­trolle seinen Mehrturm ver­w­erten kon­nte, stand es 5:1 für uns: Der erste Mannschaftssieg der Sai­son war fix­iert!

Pöch­larn blieb nach der Zeitkon­trolle auf den Bret­tern 1 (FM Johannes Wirius gegen IM Hannes Ganaus) und 6 (Robert Gat­ter­may­er gegen Peter Radakovics) nur noch Ergeb­niskos­metik. End­stand 5:3 aus unser­er Sicht! Ein Sieg, den wohl nicht viele auf der Rech­nung hat­ten. Alle Ergeb­nisse im Detail hier. Weit­er geht es in zwei Wochen mit dem Heim­spiel gegen Böh­ler­w­erk.

Landesliga Rd. 4: Faschingsbeginn nicht nach unserem Wunsch .…

Am 11.11.2018 — dem Tag des Faschings­be­ginns — hat­te unsere Mannschaft gegen die Spiel­er von Voest Krems nichts zu lachen. Wir trat­en mit einem Fide­meis­ter an, und Voest Krems mit einem Inter­na­tionalen Meis­ter, zwei Fide­meis­tern und einem Meis­terkan­di­dat­en.

Dementsprechend ein­deutig fiel mit 1 1/2 : 6 1/2 Punk­ten dann auch das Endergeb­nis aus. Jayaku­mar Soma­sun­dram sorgte für einen und Joachim Sala­m­on für einen hal­ben Punkt und damit für unsere Ehren­ret­tung.

Landesliga Rd. 3: Auswärts gg. Baden

Am 28.10. stand für den ASK das Indus­trieviertelder­by gegen den SK Baden am Pro­gramm. Let­zte Sai­son hat­ten wir einen spek­takulären 6.5:1.5-Sieg gefeiert, doch im Ver­gle­ich dazu mussten wir dies­mal unsere Spitzen­bret­ter auf­grund von schachlichen oder beru­flichen Aus­land­saufen­thal­ten alle­samt vorgeben. Unsere Mannschaft: Csil­lag, Fabisch, Haas, Lam­pl, Lech­n­er, Sala­m­on, Soma­sun­dram, Todor.

Die Eröff­nungsphase ver­lief augeglichen. Bere­its nach 4 (!) Zügen einigte man sich am Spitzen­brett zwis­chen FM Raz­van Todor und FM Marko Rubil auf Remis. In den restlichen “echt­en” Schach­par­tien kamen Ger­ald Lam­pl und Chris­t­ian Fabisch gegen WFM Denise Trip­pold (Br. 2) und MK Her­bert Rudolf (Br. 4) bere­its früh unter Druck, doch auf den Bret­tern 5 (Bern­hard Haas gegen Bern­hard Geis­mann) und 6 (Fer­enc Csil­lag gegen Peter Stan­gler) kon­nten wir her­vor­ra­gende Stel­lun­gen ver­buchen. Unklar und konkret waren die Par­tien Lech­n­er gegen Hofeg­ger (Br. 2) und Riess gegen Soma­sun­dram (Br. 8), während Joachim Sala­m­on und Johann Perndl auf Br. 7 die Par­tie ruhiger und sym­metrisch­er anlegten.

Bald wurde aber klar, dass es nicht unser Son­ntag wer­den würde. Bern­hard gab unglück­licher­weise seine Gewin­n­chan­cen und im Frust bald sog­ar noch das Remis aus der Hand, während Chris­t­ian die posi­tionellen Nachteile sein­er Stel­lung (inkl. Tripel­bauer auf der f-Lin­ie) nicht mehr in den Griff bekam. Nach­dem Joachim’s Par­tie nach eini­gen Vere­in­fachunen in den Rem­ishafen gesegelt war, stellte Fer­enc mit seinem stark her­aus­ge­spiel­ten Sieg mit­tels Albin’s Gegengam­bit den Anschlusstr­e­f­fer her. Damit war unser Pul­ver aber ver­schossen. Sum­si verzettelte sich in sehr dynamis­ch­er Stel­lung (zwei Läufer gegen zwei Springer), wonach nur mehr 2 Siege auf den Bret­tern 2 und 3 zur Punk­teteilung gere­icht hät­ten. Stattdessen stellte der Autor in eigentlich guter Stel­lung seine Par­tie gegen Jakob Hofeg­ger in Zeit­not tak­tisch ein. Ger­ald kämpfte mit Minus­bauern und schlechtem Läufer gegen guten Springer im End­spiel lange, doch Denise Trip­pold ließ sich diesen Vorteil nicht mehr nehmen.

Ger­ald Lam­pl gegen Denise Trip­pold, trotz zäher Vertei­di­gung mit besserem Aus­gang für den SK Baden.

Bit­tere Turn­arounds in eini­gen Par­tien bescherten uns so eine 2:6-Auswärtspleite. Es gilt nun, in zwei Wochen das Rud­er herumzureißen und endlich voll anzuschreiben. In den restlichen Begeg­nun­gen gab es einige Über­raschun­gen. Mis­tel­bach velor das Heim­spiel gegen Amstet­ten mit 3.5:4.5, während sich der mit ein­er bären­starken Mannschaft (aber auch nur mit 7 Mann) ange­tretene SK Zwet­tl zuhause Litschau mit 3:5 beu­gen musste. Alle Detai­l­ergeb­nisse hier.

Landesliga Rd. 2: Heimspiel gg. Bisamberg/Korneuburg

Am 14.10. empf­ing der ASK Kot­ting­brunn die Mannschaft aus Bisam­berg zur 2. Runde der LL 2018/19 im Ten­nis-Golf-Hotel Höll­rigl bei, wie kön­nte es anders sein, strahlen­dem Son­nen­schein. Bei uns taucht­en mit Her­bert Dit­tel, Bern­hard Haas, Ger­ald Lam­pl, Har­ald Paulsen und Play­ing-Cap­tain Joachim Sala­m­on gle­ich fünf neue Gesichter im Ver­gle­ich zu vor zwei Wochen an den Bret­tern auf. Zudem spiel­ten erneut Csil­lag, Lech­n­er und Wirius.

Von ein­er Verküh­lung geschwächt spielte Har­ald auf Brett 8 gegen Her­bert Kretschy betont sich­er, ver­mied zweis­chnei­di­ge Vari­anten und remisierte nach raschem Fig­urentausch bald. Der Autor stellte zum ersten Mal in seinen Begeg­nun­gen mit MK Andreas Pam­mer nichts ein, glich mit Schwarz auf Brett 3 rasch aus und erre­ichte prob­lem­los die Punk­teteilung. Somit 1:1 nach knapp zwei Stun­den Spielzeit.

Bern­hard ver­traute auf Brett 5 gegen David Merei sein­er Trade­mark-Vari­ante mit Schwarz und erre­ichte bald eine Traum­stel­lung inklu­sive Mehrbauer. Lei­der gab ein über­hasteter Springerzug (Sc6 statt dem von ihm selb­st nach der Par­tie vorgeschla­ge­nen Sd7!) Weiß ger­ade genug Gegen­spiel, und im aus­geglich­enen Tur­mend­spiel wurde Remis vere­in­bart. Eine weit­ere Punk­teteilung gab es kurz darauf auf Brett 6 zwis­chen Fer­enc und Michael Grand. Keine Seite kon­nte merk­lichen Vorteil erre­ichen, ein kor­rek­tes Remis war die Folge. Echt­en Gewin­n­chan­cen zumin­d­est sehr nahe war Her­bert auf Brett 4 gegen Dieter Sei­dler: er schaffte es, ein­er prak­tisch sym­metrischen End­spiel­stel­lung einen Mehrbauern zu ent­lock­en. Im Gegen­zug wur­den aber die schwarzen Fig­uren der­art aktiv, dass dieser nicht lange zu hal­ten und die Punk­teteilung bald daraufhin unver­mei­dlich war.

Span­nende Par­tien von Her­bert Dit­tel, Ger­ald Lam­pl und FM Johannes Wirius (v.l.n.r.)

Blieben bei der ersten Zeitkon­trolle noch 3 Bret­ter, und auf den ersten bei­den gab es Dra­ma. Ger­ald geri­et auf Brett 2 mit Weiß gegen Ger­hard Wetscherek bere­its nach der Eröff­nung in eine strate­gisch gefährliche Stel­lung mit schlechtem Läufer gegen guten Springer, was sich bald in Mate­ri­al­nachteil umschlug und trotz trick­re­ich­er Vertei­di­gung nicht zu hal­ten war. Bisam­berg ging somit in Führung und es sah nicht gut aus, da auch Johannes gegen Chris­t­ian Schmidrath­n­er auf Brett 1 in eine gefährliche Stel­lung geri­et und Joachims Stel­lung auf Brett 7 gegen Paul Schiessl trotz optis­ch­er Über­legen­heit immer mehr ins Remis driftete. Aus­gerech­net im 40. Zug ließ Johannes‘ Geg­n­er aber einen ganzen Springer ste­hen und ermöglichte uns so den Aus­gle­ich, das Endergeb­nis 4:4 war durch ein baldiges Remis von Joachim amtlich.

Kein Durchkom­men im End­spiel zwis­chen Cap­tain Joachim Sala­m­on (l.) und Paul Schiessl (r.).

Am Ende des Tages eine wohl leis­tungs­gerechte Punk­teteilung, die Revanche für die Nieder­lage aus dem Vor­jahr ver­passten wir aber. Alle Detai­l­ergeb­nisse hier. Weit­er geht es für den ASK in zwei Wochen in Baden, wo das große Indus­trievier­tel-Der­by anste­ht. Span­nung ist garantiert!

Landesliga Rd. 1: Auswärts gg. Mistelbach

Gle­ich zu Beginn der Lan­desli­ga­sai­son 2018/19 stand für den ASK Kot­ting­brunn das schwere Auswärts­match gegen Titelvertei­di­ger Mis­tel­bach, mit­tler­weile mit Altlicht­en­warth zu ein­er Spiel­ge­mein­schaft fusion­iert, am Pro­gramm. Bei strahlen­dem Son­nen­schein kon­nten wir trotz Per­son­al­prob­le­men mit Csil­lag, Fabisch, Lech­n­er, Miazhyn­s­ki, Morgunov, Soma­sun­dram, Todor und Wirius eine starke Mannschaft ans Brett brin­gen.

Der Auf­takt ver­lief vielver­sprechend. Dr. Chris­t­ian Fabisch vertei­digte die schwarzen Steine auf Brett 6 gegen Alexan­der Ober­hu­ber prob­lem­los und das Remis war bald amtlich. Fer­enc scheint nach eini­gen Auf und Abs der let­zten Sai­son wieder zu alter Stärke zurück­ge­fun­den zu haben. Gegen Dieter Englisch auf Brett 7 opferte er in der Eröff­nung einen Bauern für Ini­tia­tive und gewann die Par­tie schließlich spek­takulär im Angriff inklu­sive Damenopfer. Auch das FM-Duell Hof­mann-Wirius auf Brett 2 war scharf. Johannes brachte in ein­er Benoni-Stel­lung ein typ­is­ches Läufer­opfer auf g4, erhielt aber aus­re­ichend Gegen­spiel dafür und man einigte sich bald auf eine Punk­teteilung.

Dr. Chris­t­ian Fabisch mit soli­dem Debüt in der LL.

Damit begann das Pen­del aber lei­der in die Gegen­rich­tung zu schwin­gen. Der Autor erwis­chte CM Andreas Teu­ber auf Brett 4 bere­its in der Eröff­nung auf dem falschen Fuß und erre­ichte großen Vorteil, schenk­te diesen aber dank katas­trophalem Zeit­man­age­ment gepaart mit tech­nis­chen Schwächen wieder her: Remis. Kurz danach musste Sum­si auf 8 gegen Ste­fan Prib­itzer gle­ich zwei weiße Bauern zur Dame laufen lassen und den König umle­gen. Yuri hielt die Par­tie gegen FM Andrej Gasa auf Brett 3 lange auf Augen­höhe, ein schwarz­er Durch­bruch im Zen­trum und Damen­flügel kostete aber Läufer und Par­tie.

Kom­plizierte Par­tie auf Brett 1 zwis­chen FM Daniel Morgunov (r.) und Jan Mikes (l.).

Im zweit­en FM-Duell Todor-Vrana auf Brett 5 wurde zwar lange gekämpft, doch da keine Partei ern­sthaft in „Gefahr“ eines Sieges geri­et, ruhte unsere Hoff­nung auf FM Daniel Morgunov auf Brett 1. Weiß erre­ichte zwar einen Mehrbauern, doch Jan Mikes vertei­digte tak­tisch geschickt und so war schließlich auch hier ein Remis das logis­che Resul­tat. Eine knappe 3.5:4.5-Niederlage somit unterm Strich, doch eine Punk­teteilung war zum Greifen nahe (Detai­l­ergeb­nisse hier). Weit­er geht es nun in zwei Wochen mit dem Heim­spiel gegen Bisam­berg, hier ist Revanche für die Nieder­lage aus dem Vor­jahr ange­sagt. 😉

Landesliga Rd. 11: Schlussrunde gg. Zwettl

Am 15.4. wurde die Sai­son 2017/18 der Lan­desli­ga mit der gemein­samen Endrunde in Mis­tel­bach beschlossen. Die Gast­ge­ber führten die Tabelle mit 2 Punk­ten an. Allerd­ings hat­te Zwet­tl, heutiger Geg­n­er des ASK Kot­ting­brunn, noch rech­ner­ische Chan­cen, und wir befürchteten daher eine starke Auf­stel­lung. Unsere eigene Mannschaft war etwas ersatzgeschwächt, doch mit Csil­lag, Lech­n­er, Miazhyn­s­ki, Nemetz, Sala­m­on, IM Schroll, Soma­sun­dram und FM Wirius bracht­en auch wir ein schlagkräftiges Team an die Bret­ter.

Wie üblich trudel­ten die ersten Remisen bere­its nach kurz­er Zeit ein. Das Spitzen­brett zwis­chen IM Ger­hard Schroll und GM Pavel Blat­ny war als erste Par­tie über­haupt been­det. Fer­enc hat­te auf Brett 8 gegen Man­fred Prager mit Schwarz eben­so kein­er­lei Prob­leme und sog­ar etwas Ini­tia­tive, auch hier einigte man sich bald auf eine Punk­teteilung.

Die restlichen Par­tien waren länger unklar. Der Autor und Petr Mlynek liefer­ten sich auf Brett 4 eine reich­haltige (und laut Engine auf gutem Niveau) geführte Par­tie, die aber nie die Remis­bre­ite ver­ließ: Punk­teteilung im aus­geglich­enen Schw­er­fig­ure­nend­spiel. Vor der Zeitkon­trolle gin­gen wir sog­ar  in Führung! Sum­si gewann gegen Sebas­t­ian All­ram auf Brett 8 mit Weiß einen Bauer, gab diesen im Tausch gegen Stel­lungsvorteile zurück, die schlussendlich zu entschei­den­dem Mate­ri­al­gewinn führten.

Diesen Vor­sprung kon­nten wir lei­der nicht über die Ziellinie ret­ten. Markus hat­te auf Brett 6 gegen Alfred Lipp bald 2 Bauern bei beden­klich­er Stel­lung weniger. Auch ein Qual­itäts­gewinn kon­nte die Par­tie schließlich nicht ret­ten. Joachim stand gegen FM Karl Janetschek lange unter Druck, doch kon­nte er im richti­gen Moment mit einem Bauernopfer den Spiess umdrehen und die Ini­ti­ave übernehmen, welche das Mate­r­i­al aus­re­ichend kom­pen­sierte: Remis. Yuri hat­te auf Brett 2 gegen FM Petr Buch­nicek eine schwere Auf­gabe, stand bald samt Minus­bauer dubios. Trotz lan­gen harten Kampfes set­zte sich am Ende der Elo­fa­vorit durch, und Zwet­tl führte. Das Dra­ma der Runde aus unser­er Sicht dann in der Par­tie Wirius — Zwet­tler auf 3. Johannes spielte stark und entschlossen, lehnte ein Remisange­bot ab und stand nach einem Verzwei­flungsqual­ität­sopfer seines Geg­n­ers auf Gewinn. Eine zunächst ver­lock­end erscheinende Rück­gabe der Qual­ität ließ aber erstaunlich rasches Gegen­spiel zu, und trotz aller Anstren­gun­gen war der Sieg nicht mehr zu erre­ichen.

Somit unter­la­gen wir mit 3.5:4.5, wom­it sich Zwet­tl den Vize­meis­ter­ti­tel sicherte. Mis­tel­bach fix­ierte mit einem standes­gemäßen 7:1-Schützenfest gegen Böh­ler­w­erk den Meis­ter­ti­tel endgültig. Grat­u­la­tion an die Wein­viertler an dieser Stelle! Für uns hieß es somit den Blick auf die Neben­tis­che zu wer­fen, und die erhoffte Schützen­hil­fe trat tat­säch­lich ein, da wed­er Baden (2.5:5.5-Niederlage gegen Krems) noch Litschau (2.5:5.5-Niederlage gegen Stock­er­au) punk­ten kon­nten. Schließlich kon­nten wir mit 10 Mannschaft­spunk­ten den 3. Rang mit 1 (!) Brettpunkt Vor­sprung haarscharf hal­ten. Es ging wahnsin­nig eng zu: die Mannschaften zwis­chen Rang 3 und Rang 7 (alle 10 Mannschaft­spunk­te) sind dabei nach 10 span­nen­den Run­den nur durch 4 (!) Brettpunk­te getren­nt! Ein tolles Endergeb­nis für den ASK Kot­ting­brunn! Detail­lierte Ergeb­nisse hier. Eine Zusam­men­fas­sung der diesjähri­gen LL-Sai­son fol­gt in Bälde…

Landesliga Rd. 10: Heimspiel gg. Litschau

Am 18.3.2018 war in der  9. Run­der der NÖ-Lan­desli­ga die SG Litschau-Eis­garn zu Gast in Kot­ting­brunn. Die Vorze­ichen standen lei­der schlecht, da zusät­zlich zur ohne­hin sehr anges­pan­nten Per­son­al­si­t­u­a­tion (viele Spiel­er waren ver­hin­dert oder ander­weit­ig engagiert, wie z.B. Felix Blo­hberg­er bei der Einzel-EM in Batu­mi) noch eine kurzfristige krankheits­be­d­ingte Absage die Auf­stel­lung gehörig durcheinan­der­wirbelte. So rück­ten wir schließlich mit der Mannschaft Dit­tel, Haas, Lech­n­er, Nemetz, Sala­m­on, Soma­sun­dram, Stein­er und Todor an die Bret­ter.

Bere­its nach 13 Zügen wurde auf Brett 2 zwis­chen Raz­van Todor und Ste­fan Wag­n­er Remis geschlossen. Die restlichen Par­tien waren umkämpft, aber drifteten lei­der großteils zugun­sten der Litschauer. Bern­hard war auf Brett 3 gegen Jiri Plasil gut aus der Eröff­nung gekom­men, eine verunglück­te Abwick­lung brachte Weiß aber einen Freibauern auf der b-Lin­ie, der erstaunlich schnell zur Dame lief und Litschau ging in Führung, welche die Wald­viertler bald aus­bauen kon­nten. Die Kurz­par­tie der Runde pro­duzierte dies­mal der Autor dieser Zeilen, der auf Brett 1 gegen Thomas Bauer in kom­pliziert­er Stel­lung die kri­tis­che Fort­set­zung ver­passte und bere­its nach 19 Zügen die Waf­fen streck­en musste. Obmann Hel­mut Stein­er wehrte sich auf Brett 8 gegen Neme­cek lange, doch schlussendlich brach das weiße Zen­trum zusam­men und Schwarz sicherte sich entschei­den­den Mate­ri­alvorteil.

Zwar gab es beim Stand von 0.5:3.5 noch Hoff­nung auf einen Mannschaft­spunkt, doch auch diese war bald dahin. Sum­si wurde gegen Vojtech Plasil auf Brett 7 let­ztlich eine verunglück­te Eröff­nung zum Ver­häng­nis, in der er seinen schwarzen König auf f7 „parken“ musste. Her­bert Dit­tel und Oldrich Popel­ka liefer­ten sich auf Brett 4 eine anges­pan­nte Posi­tion­spar­tie zum The­ma Läufer­paar + schlechte Bauern­struk­tur gegen Springer­paar + gute Bauern­struk­tur. Her­bert schaffte es kurz vor der Zeitkon­trolle schließlich geschickt, die luftige schwarze Königspo­si­tion auszunutzen und erzielte den Ehren­punkt.

Joachim hat­te auf Brett 5 mit Schwarz gegen Patrick Schuh eine schwere Auf­gabe, aber dominierte die ganze Par­tie über mit starkem Spiel. Lei­der reichte es auf­grund der zähen Vertei­di­gung von Weiß ger­ade nicht zum Sieg. Auch Markus hat­te Pech auf Brett 6 gegen Pavel Ptac­nik, ver­passte er doch eige­nen Angaben nach einen Gewinn und musste danach selb­st lange ums Remis kämpfen, was aber gelang.

In Summe allerd­ings eine bit­tere und deut­liche 2.5:5.5-Niederlage, mit der wir aller Wahrschein­lichkeit nach den angepeil­ten 3. Endrang endgültig ver­spielt haben. Zwar ist noch eine Runde zu absolvieren, doch wir müssen noch gegen die zweit­platzierten Zwet­tler ran, während die direk­ten Konkur­renten deut­lich ein­fachere Auf­gaben zu lösen haben. Mis­tel­bach rückt unter­dessen mit einem 5.5:2.5-Auswärtssieg in Pöch­larn dem Meis­terteller einen Riesen­schritt näher und benötigt nur mehr einen Mannschaft­spunkt zum Titel. Ergeb­nisse im Detail siehe hier.

Landesliga Rd. 9: auswärts gg. Amstetten

Am 4.3.2018 hat­te der ASK Kot­ting­brunn die Auswärt­sreise nach Amstet­ten auf dem Spielplan. Lei­der mussten wir mit Felix Blo­hberg­er und Marc Morgunov dies­mal zwei unser­er Topleute vorgeben, aber zum Glück nicht krankheits­be­d­ingt. Vielmehr befan­den sich bei­de auf Train­ingslagern der ÖSB-Kad­er in Salzburg. Dafür rück­ten mit Jayaku­mar Soma­sun­dram und Peter Radakovics zwei erfahrene Spiel­er nach. Zudem war Daniel Morgunov glück­licher­weise wieder fit und Markus Nemetz gab nach län­ger­er Zeit sein LL-Come­back. Wie schon vor zwei Wochen im Ein­satz waren außer­dem Bern­hard Haas, Daniel Lech­n­er, Joachim Sala­m­on und Johannes Wirius.

Das Match selb­st begann äußerst unglück­lich. Bern­hard wählte mit Schwarz die rasier­messer­scharfe Winaw­er-Vari­ante, traf aber auf Brett 4 auf einen bestens vor­bere­it­eten Wolf­gang Wad­sack. Ein Fehlgriff, und es wurde lei­der die in dieser Eröff­nung häu­fige Kurz­par­tie, und Amstet­ten ging in Führung. Zwei rasche Weißremisen auf 1 und 3 verbesserten die Lage nicht wirk­lich. Daniel opferte gegen FM Sand­höfn­er einen Bauern für enorme Kom­pen­sa­tion, kon­nte aber nicht durch­brechen: Remis. In Lech­n­er-Rech­berg­er auf 3 wur­den rasch einige Fig­uren getauscht und das Remis war bald amtlich, wom­it bei­de nach eher durchwach­se­nen Saiso­nen gut leben kon­nten.

Den Aus­gle­ich stellte Markus Nemetz dann auf Brett 5 gegen Win­fried Wad­sack her, der sich mit ein­er dubiosen Eröff­nung qua­si für das Miss­geschick auf Brett 4 “revanchierte”. Trotz geopfer­t­er Fig­ur waren die schwarzen Dro­hun­gen bald neu­tral­isiert, und Markus ging entschlossen und erfol­gre­ich zum Gege­nan­griff auf den König über. Kurz vor der Zeitkon­trolle ging Amstet­ten aber wieder in Führung. Sum­si hat­te die Par­tie gegen Duman­cic auf 6 lange dominiert, erlitt aber lei­der in Zeit­not tak­tisch Schiff­bruch. Kurz darauf aber der erneute Aus­gle­ich: Peter bewies auf Brett 8 gegen Drießen super Stel­lungs­ge­fühl in der Caro-Kann-Vertei­di­gung, gewann Mate­r­i­al und führte dieses im Tur­mend­spiel prob­lem­los zum Sieg.

Johannes und FM Rum­pl tren­nten sich auf 2 nach ver­wick­el­ter Par­tie remis. Zunächst gab Johannes mit Schwarz den Ton an nach­dem sich die weiße Dame zu weit ins schwarze Lager verir­rt hat­te, fand aber keinen Weg zu klarem Vorteil. Stattdessen war es let­ztlich sog­ar ein Minus­bauer, doch aktives Spiel mit den Läufern und dem Turm sicherte das Remis rel­a­tiv prob­lem­los. Die läng­ste Par­tie spielte Joachim auf Brett 7 gegen Michael Wad­sack, in der Weiß klaren Posi­tionsvorteil gegen einen rück­ständi­gen Bauern hat­te. Die schwarze Stel­lung war aber zu fest, und so musste Joachim die Gewinnbe­mühun­gen bald ein­stellen.

Let­zlich ein wohl leis­tungs­gerecht­es 4:4, mit dem wir dur­chaus zufrieden sein kön­nen. Nach Ver­lust­punk­ten vertei­di­gen wir somit den 3. Rang, da Litschau eine knappe Heim­pleite gegen Böh­ler­w­erk kassiert. Baden siegte zwar 6:2 in Bisam­berg und zog vor­bei, doch haben die Kurstädter bere­its ein Spiel mehr aus­ge­tra­gen.  Tabel­len­führer Mis­tel­bach macht den Titelkampf noch ein­mal span­nend, da man über­raschen­der­weise gegen Krems trotz deut­lichen Eloüber­hanges nicht über ein 4:4 hin­auskommt, während Zwet­tl gegen Pöch­larn gewin­nt (alle Ergeb­nisse hier). Weit­er geht es für uns in zwei Wochen mit dem Heim­spiel gegen Litschau.

Landesliga Rd. 8: Heimspiel gg. Stockerau

Nach unser­er spiel­freien Runde im Jän­ner startete der ASK Kot­ting­brunn am 18.2. mit dem Heim­spiel gegen den SV Stock­er­au in das LL-Schach­jahr 2018. Obwohl die Grippewelle auch vor unserem Kad­er nicht halt machte, kon­nten wir eine sehr schlagkräftige Mannschaft stellen mit FM Felix Blo­hberg­er, Her­bert Dit­tel, Bern­hard Haas, Daniel Lech­n­er, Marc Morgunov, Joachim Sala­m­on, IM Ger­hard Schroll und FM Johannes Wirius.

Tra­di­tionell hat­ten wir gegen Stock­er­au immer gut gescort, doch heute sah es lange Zeit nach einem zähen und engen Kampf aus, bei dem viele Par­tien recht bald im End­spiel lan­de­ten. Am inter­es­san­testen war Bern­hards Par­tie auf Brett 7 gegen Leupold, in der Schwarz einen Bauern für gutes Spiel opferte und rel­a­tiv bald überzeu­gend gewann. Bern­hard set­zte damit seine tolle Sai­son fort und ist mit 5/6 derzeit unser Top­scor­er!

Kurz darauf dann der zweite volle Punkt für den ASK. Marc ließ  mit Schwarz auf Brett 3 WFM Batyte nicht den Hauch ein­er Chance und gewann eine feine Par­tie. Joachim schien sich auch lange Zeit auf der sicheren Siegesstraße zu befind­en, doch fand nicht die zwin­gen­ste Fort­set­zung und musste schließlich ein Remis zulassen. In Ger­hard Schroll’s Par­tie auf 2 gegen Schirm­beck wur­den in ein­er schot­tis­chen Par­tie rasch die Damen getauscht, doch Weiß kon­nte seinem Geg­n­er in der Folge einige posi­tionelle Zugeständ­nisse ent­lock­en. In der Folge verir­rte sich ein schwarz­er Turm nach b4, wurde dort eingek­lemmt und musste sich gegen einen Läufer tauschen. Die Mehrqual­ität ver­wan­delte der IM sou­verän. Ein Dreipunk­tepol­ster für uns war die Folge.

4 Remisen run­de­ten das Ergeb­nis ab. Her­bert kon­nte auf Brett 6 gegen Stanivukovich enschei­den­den Vorteil im End­spiel erre­ichen, doch zog lei­der im entschei­den­den Moment den falschen Bauern nach vorne (a6-a7 statt b6-b7) und plöt­zlich war die Stel­lung nicht mehr zu gewin­nen. Johannes hat­te gegen Schmid auf 4 stets das etwas angenehmere Spiel, doch zum ganzen Punkt reichte es im Tur­mend­spiel nicht. Felix musste lange eine etwas schlechtere Stel­lung (zumin­d­est so die Mei­n­ung der Anwe­senden) vertei­di­gen, hat­te im End­ef­fekt damit aber eben­so kein­er­lei Prob­leme. Die ner­ve­naufreibend­ste Par­tie spiel­ten Amberg­er und Lech­n­er auf Brett 5. In eigentlich guter Stel­lung patzte der Autor unnötiger­weise (also qua­si “busi­ness as usu­al” in dieser Sai­son), und musste in opfer­re­iche Ver­wick­lun­gen flücht­en. Die Stel­lung war aber kom­pliziert, und die Uhr ein­mal mehr auf Kot­ting­brun­ner Seite, sodass es schließlich ein Remisange­bot wurde, obwohl die Schlussstel­lung laut Engine sog­ar noch gewon­nen war für Weiß.

Am Mannschaftssieg, der mit 5.5:2.5 erfreulich hoch aus­fiel, änderte dies aber wenig. Da auch die Konkur­renz “mit­spielte” (Baden ver­lor gegen Mis­tel­bach, Litschau gegen Pöch­larn) über­sprangen wir gle­ich 3 Mannschaften und sind nun am 3. Platz hin­ter Fast-Meis­ter Mis­tel­bach und nur einen hal­ben Brettpunkt hin­ter den punk­te­gle­ichen Zwet­tlern zu find­en (siehe chess-results). Weit­er geht es in 2 Wochen auswärts gegen Amstet­ten.

Landesliga Rd. 7: spielfrei

Am 21.1.2018 kam die 7. Runde der Lanes­li­ga 2017/18 zur Aus­tra­gung. Der ASK Kot­ting­brunn war dies­mal spiel­frei, doch ver­fol­gte man natür­lich aufmerk­sam die Par­tien der Konkur­renz, wobei dies­mal einige über­raschende Ergeb­nisse dabei waren.

Schlechte Nachricht­en gab es für uns insofern, als dass sich der SV Stock­er­au, unser näch­ster Geg­n­er am 18.2.2018, offen­bar mit GM Tomas Polak am Spitzen­brett ver­stärkt hat und den KSV Böh­ler­w­erk mit 6:2 nach Hause schick­te. Wir sind ges­pan­nt auf das Duell in 4 Wochen!

Eben­falls 6:2 endete das Duell zwis­chen Baden und Zwet­tl zugun­sten der Kurstädter, in Anbe­tra­cht der Auf­stel­lun­gen in dieser Deut­lichkeit doch etwas über­raschend. Ein deut­lich­es 5.5:2.5 gelang auch Litschau/Eisgarn gegen Krems. Den höch­sten Sieg des Tages fuhren die ambi­tion­ierten Mis­tel­bach­er ein, die Bisam­berg mit der Höch­st­strafe von 8:0 deklassierten. Außer­dem set­zte sich Pöch­larn mit 5:3 gegen Amstet­ten durch. Alle Ergeb­nisse im Detail hier.

Der ASK Kot­ting­brunn bleibt nach dieser Runde nach Ver­lust­punk­ten gerei­ht am 4. Rang. Mis­tel­bach dürfte in dieser Form der Titel aber wohl kaum noch zu nehmen sein, wir haben die Top-3 aber noch nicht aus den Augen ver­loren. Weit­er geht es wie erwäh­nt mit der 8. Runde am 18.2.2018.