Landesliga Rd. 2: Heimspiel gg. Bisamberg/Korneuburg

Am 14.10. empf­ing der ASK Kot­ting­brunn die Mannschaft aus Bisam­berg zur 2. Runde der LL 2018/19 im Ten­nis-Golf-Hotel Höll­rigl bei, wie kön­nte es anders sein, strahlen­dem Son­nen­schein. Bei uns taucht­en mit Her­bert Dit­tel, Bern­hard Haas, Ger­ald Lam­pl, Har­ald Paulsen und Play­ing-Cap­tain Joachim Sala­m­on gle­ich fünf neue Gesichter im Ver­gle­ich zu vor zwei Wochen an den Bret­tern auf. Zudem spiel­ten erneut Csil­lag, Lech­n­er und Wirius.

Von ein­er Verküh­lung geschwächt spielte Har­ald auf Brett 8 gegen Her­bert Kretschy betont sich­er, ver­mied zweis­chnei­di­ge Vari­anten und remisierte nach raschem Fig­urentausch bald. Der Autor stellte zum ersten Mal in seinen Begeg­nun­gen mit MK Andreas Pam­mer nichts ein, glich mit Schwarz auf Brett 3 rasch aus und erre­ichte prob­lem­los die Punk­teteilung. Somit 1:1 nach knapp zwei Stun­den Spielzeit.

Bern­hard ver­traute auf Brett 5 gegen David Merei sein­er Trade­mark-Vari­ante mit Schwarz und erre­ichte bald eine Traum­stel­lung inklu­sive Mehrbauer. Lei­der gab ein über­hasteter Springerzug (Sc6 statt dem von ihm selb­st nach der Par­tie vorgeschla­ge­nen Sd7!) Weiß ger­ade genug Gegen­spiel, und im aus­geglich­enen Tur­mend­spiel wurde Remis vere­in­bart. Eine weit­ere Punk­teteilung gab es kurz darauf auf Brett 6 zwis­chen Fer­enc und Michael Grand. Keine Seite kon­nte merk­lichen Vorteil erre­ichen, ein kor­rek­tes Remis war die Folge. Echt­en Gewin­n­chan­cen zumin­d­est sehr nahe war Her­bert auf Brett 4 gegen Dieter Sei­dler: er schaffte es, ein­er prak­tisch sym­metrischen End­spiel­stel­lung einen Mehrbauern zu ent­lock­en. Im Gegen­zug wur­den aber die schwarzen Fig­uren der­art aktiv, dass dieser nicht lange zu hal­ten und die Punk­teteilung bald daraufhin unver­mei­dlich war.

Span­nende Par­tien von Her­bert Dit­tel, Ger­ald Lam­pl und FM Johannes Wirius (v.l.n.r.)

Blieben bei der ersten Zeitkon­trolle noch 3 Bret­ter, und auf den ersten bei­den gab es Dra­ma. Ger­ald geri­et auf Brett 2 mit Weiß gegen Ger­hard Wetscherek bere­its nach der Eröff­nung in eine strate­gisch gefährliche Stel­lung mit schlechtem Läufer gegen guten Springer, was sich bald in Mate­ri­al­nachteil umschlug und trotz trick­re­ich­er Vertei­di­gung nicht zu hal­ten war. Bisam­berg ging somit in Führung und es sah nicht gut aus, da auch Johannes gegen Chris­t­ian Schmidrath­n­er auf Brett 1 in eine gefährliche Stel­lung geri­et und Joachims Stel­lung auf Brett 7 gegen Paul Schiessl trotz optis­ch­er Über­legen­heit immer mehr ins Remis driftete. Aus­gerech­net im 40. Zug ließ Johannes‘ Geg­n­er aber einen ganzen Springer ste­hen und ermöglichte uns so den Aus­gle­ich, das Endergeb­nis 4:4 war durch ein baldiges Remis von Joachim amtlich.

Kein Durchkom­men im End­spiel zwis­chen Cap­tain Joachim Sala­m­on (l.) und Paul Schiessl (r.).

Am Ende des Tages eine wohl leis­tungs­gerechte Punk­teteilung, die Revanche für die Nieder­lage aus dem Vor­jahr ver­passten wir aber. Alle Detai­l­ergeb­nisse hier. Weit­er geht es für den ASK in zwei Wochen in Baden, wo das große Indus­trievier­tel-Der­by anste­ht. Span­nung ist garantiert!

Landesliga Rd. 1: Auswärts gg. Mistelbach

Gle­ich zu Beginn der Lan­desli­ga­sai­son 2018/19 stand für den ASK Kot­ting­brunn das schwere Auswärts­match gegen Titelvertei­di­ger Mis­tel­bach, mit­tler­weile mit Altlicht­en­warth zu ein­er Spiel­ge­mein­schaft fusion­iert, am Pro­gramm. Bei strahlen­dem Son­nen­schein kon­nten wir trotz Per­son­al­prob­le­men mit Csil­lag, Fabisch, Lech­n­er, Miazhyn­s­ki, Morgunov, Soma­sun­dram, Todor und Wirius eine starke Mannschaft ans Brett brin­gen.

Der Auf­takt ver­lief vielver­sprechend. Dr. Chris­t­ian Fabisch vertei­digte die schwarzen Steine auf Brett 6 gegen Alexan­der Ober­hu­ber prob­lem­los und das Remis war bald amtlich. Fer­enc scheint nach eini­gen Auf und Abs der let­zten Sai­son wieder zu alter Stärke zurück­ge­fun­den zu haben. Gegen Dieter Englisch auf Brett 7 opferte er in der Eröff­nung einen Bauern für Ini­tia­tive und gewann die Par­tie schließlich spek­takulär im Angriff inklu­sive Damenopfer. Auch das FM-Duell Hof­mann-Wirius auf Brett 2 war scharf. Johannes brachte in ein­er Benoni-Stel­lung ein typ­is­ches Läufer­opfer auf g4, erhielt aber aus­re­ichend Gegen­spiel dafür und man einigte sich bald auf eine Punk­teteilung.

Dr. Chris­t­ian Fabisch mit soli­dem Debüt in der LL.

Damit begann das Pen­del aber lei­der in die Gegen­rich­tung zu schwin­gen. Der Autor erwis­chte CM Andreas Teu­ber auf Brett 4 bere­its in der Eröff­nung auf dem falschen Fuß und erre­ichte großen Vorteil, schenk­te diesen aber dank katas­trophalem Zeit­man­age­ment gepaart mit tech­nis­chen Schwächen wieder her: Remis. Kurz danach musste Sum­si auf 8 gegen Ste­fan Prib­itzer gle­ich zwei weiße Bauern zur Dame laufen lassen und den König umle­gen. Yuri hielt die Par­tie gegen FM Andrej Gasa auf Brett 3 lange auf Augen­höhe, ein schwarz­er Durch­bruch im Zen­trum und Damen­flügel kostete aber Läufer und Par­tie.

Kom­plizierte Par­tie auf Brett 1 zwis­chen FM Daniel Morgunov (r.) und Jan Mikes (l.).

Im zweit­en FM-Duell Todor-Vrana auf Brett 5 wurde zwar lange gekämpft, doch da keine Partei ern­sthaft in „Gefahr“ eines Sieges geri­et, ruhte unsere Hoff­nung auf FM Daniel Morgunov auf Brett 1. Weiß erre­ichte zwar einen Mehrbauern, doch Jan Mikes vertei­digte tak­tisch geschickt und so war schließlich auch hier ein Remis das logis­che Resul­tat. Eine knappe 3.5:4.5-Niederlage somit unterm Strich, doch eine Punk­teteilung war zum Greifen nahe (Detai­l­ergeb­nisse hier). Weit­er geht es nun in zwei Wochen mit dem Heim­spiel gegen Bisam­berg, hier ist Revanche für die Nieder­lage aus dem Vor­jahr ange­sagt. 😉

Stanec und Exler sind österreichische Staatsmeister 2018

GM Niko­laus Stanec und WIM Veroni­ka Exler sich­ern sich nach span­nend ver­laufend­en Titelkämpfen im Europa­haus in Wien die Staatsmeis­ter­ti­tel im Stan­dard­schach 2018. Für den Wiener Stanec ist es gar bere­its der 11. (!) Titel, den er mit einem ganzen Punkt Vor­sprung mit 8/9 auf die lange führende öster­re­ichis­che Nach­wuchshoff­nung GM Valentin Drag­nev let­zlich sou­verän erkämpfte. Lange sah es jedoch nicht danach aus, nach ver­hal­tenem Start mit 2/3 inkl. zweier Punk­teteilun­gen gegen eloschwächere Spiel­er zün­dete er aber mit 6/6 den Tur­bo. Wen­depunkt war der Sieg mit Weiß gegen Drag­nev im direk­ten Duell in Runde 7, die den entschei­den­den Führungswech­sel brachte. Sil­ber mit 7/9 und ein starkes Turnier soll­ten Drag­nev aber hin­wegtrösten, und man kann davon aus­ge­hen, dass er die eine oder andere Staatsmeis­ter­schaft wohl in Zukun­ft noch gewin­nen wird. Das Stock­erl kom­plet­tiert IM Flo­ri­an Schwabened­er mit 6.5/9 auf­grund bester Zweitwer­tung vor 7 punk­te­gle­ichen Spiel­ern.

Bei den Damen holt sich WIM Veroni­ka Exler mit einem Schlussrun­den­sieg mit einem Score von 5.5/9 auf­grund besser­er Zweitwer­tung den Titel vor der punk­te­gle­ichen Schnellschachstaatsmeis­terin WFM Chiara Polter­auer. Die neue Staatsmeis­terin war übri­gens eine von nur 2 Spiel­ern, die GM Stanec ein Remis abtrotzen kon­nten. Bronze geht mit einem hal­ben Punkt Rück­stand an WIM Katha­ri­na Newrk­la. Unglück­lich ver­lief das Turnier für WFM Jas­min-Denise Schlof­fer, die nach stark­er Vorstel­lung vor Runde 7 noch klar auf Titelkurs lag, dann aber nach 2 bit­teren Nieder­la­gen noch an die 5. Stelle durchgere­icht wurde. Aber auch sie gab defin­i­tiv ein großes Ver­sprechen für die Zukun­ft ab.

Stark jeden­falls die Vorstel­lun­gen der Young­sters, die auch für den ASK tätig sind. IM Felix Blo­hberg­er mit sou­veränem Turnier und 6.5/9 und dem super Endrang 5. Seine einzige Nieder­lage musste er gegen GM Drag­nev ein­steck­en. FM Marc Morgunov zün­dete nach einem “Schweiz­ergam­bit Deluxe” mit nur 1/3 aus den Startrun­den noch mit 5.5/6 den Tur­bo und erre­ichte mit 6.5/9 die Top Ten (Rg. 9). Diese ver­passte FM Daniel Morgunov auf­grund ein­er Nieder­lage in der Vorschlussrunde nur knapp, 6/9 und Rang 12 sind trotz­dem ein super Ergeb­nis. Kon­stan­tin Peyr­er spielte mit 4.5/9 ein solides Turnier, auch mit ihm ist in Zukun­ft wohl groß zu rech­nen.

Grat­u­la­tion an dieser Stelle allen Gewin­nern. Ein Kom­pli­ment den Organ­isatoren des Events, die alle drei Meis­ter­schaften in tollem Rah­men über die Bühne gebracht haben. Ein großer Erfolg und Schritt vor­wärts, so hörte man von vie­len Seit­en, war auch die Zusam­men­le­gung des Damen­turniers mit der offe­nen Klasse. Alle Endergeb­nisse im Detail sind hier ein­se­hbar.

Österreichische Staatsmeisterschaften 2018 in Wien

Vom 20. — 29.7.2018 find­en in Wien die öster­re­ichis­chen Staatsmeis­ter­schaften im Blitz-, Schnell- und Stan­dard­schach statt. Spielort ist aus­nahm­sweise nicht das Haus des Schachsport beim Prater­sta­dion, son­dern der (deut­lich angemessenere) Rah­men des Europa­haus­es in der Linz­er Straße in Hüt­tel­dorf.

Die Blitz- und Schnellschachkro­ne, die am Fre­itag 20. und Sam­stag 21.7. aus­ge­spielt wur­den, holte sich in der offe­nen Klasse Öster­re­ichs Num­mer 1, GM Markus Rag­ger, in sou­verän­er Manier. Bei den Damen, deren Meis­ter­schaften in den jew­eils sel­ben Turnieren aus­ge­spielt wer­den, gab es Siege ver­schieden­er Gen­er­a­tio­nen. Im Blitz set­zte sich Öster­re­ichs “Grande Dame” des Schachs, WIM Helene Mira, durch, während sich die Tirol­er Nach­wuchsspielerin Chiara Polter­auer (Jg. 2000) den Titel im Schnellschach sicherte.

Das Stan­dard­turnier ist mit­ten im Laufen, 3 Run­den bere­its gespielt. In Führung liegt ein Quar­tett, in dem sich neben GM Drag­nev, GM Bali­nov und IM Fröwis erfreulicher­weise auch unser LL-Spitzen­brett IM Felix Blo­hberg­er befind­et. Gestern benötigte Felix aber gegen den stark auf­spie­len­den Außen­seit­er Wil­helm Thoma Jun. einen wahren Kraftakt. Wie er die stark vere­in­fachte Stel­lung aber noch gewann ist beein­druck­end. Weniger gut erg­ing es gestern den restlichen beim ASK täti­gen Young­sters, den Morgunov-Brüdern sowie unserem Neuzu­gang Kon­stan­tin Peyr­er. Daniel Morgunov hat­te allerd­ings mit GM Bali­nov auf Brett 2 ein Ham­mer­los, und befind­et sich so bei sehr guten 2/3 nach wie vor im Spitzen­feld. Wir drück­en allen Spiel­ern weit­er­hin die Dau­men!

Run­den­be­ginn ist wochen­tags ab nun 15:00, eine Live-Über­tra­gung der ersten 36 Bret­ter im Inter­net gibt es hier. Details inkl. aller Par­tien gibt es auf chess-results , Impres­sio­nen und Fotos in der ÖSB-Foto­ga­lerie.

Langjähriges Vorstandsmitglied Karl Schwarz verstorben

Anfang dieser Woche erre­ichte uns lei­der die trau­rige Nachricht vom plöt­zlichen und uner­warteten Ableben unseres Fre­un­des und Vere­in­skol­le­gen Karl Schwarz.

Neben sein­er Tätigkeit als außergewöhn­lich ver­lässlich­er Kassier war Karl Schwarz über­haupt eines der engagiertesten Mit­glieder des Schachvere­ins Kot­ting­brunn. Auch an den Schachbret­tern traf man ihn regelmäßig an, egal ob im Lig­a­be­trieb, inter­nen Schachturnieren, der Vere­ins­meis­ter­schaft oder ein­fach bei den wöchentlichen Vere­ins­aben­den. Zudem war der ehe­ma­lige Bürg­er­meis­ter von Pot­ten­stein an der Tri­est­ing eben­dort auch im ASKÖ sehr aktiv, küm­merte sich um die Sek­tio­nen Tis­chten­nis und Schach, und wid­mete sich hier­bei vor allem der Jugend­förderung. Zahlre­iche Kinder und Jugendliche kon­nten so bei gemein­sam mit Willibald Anderl und Hel­mut Stein­er betreuten fre­itäglichen Schachnach­mit­ta­gen bere­its für den Schachsport gewon­nen wer­den. In vielfach­er Hin­sicht hin­ter­lässt Karl Schwarz so eine große und wohl nur schw­er zu fül­lende Lücke im Vere­in.

Im Namen des gesamten Vere­ins ein her­zlich­es und per­sön­lich­es Danke für Alles, was du dem Vere­in über die Jahre gegeben und geleis­tet hast! Jet­zt lass dich aber nicht weit­er von deinen Par­tien mit Capa­blan­ca und Co. ablenken, lieber Karl!

Das Begräb­nis find­et diesen Fre­itag 20.7.2018 in Tat­ten­dorf statt (Details siehe unten­ste­hen­den Link zur Parte).

Parte Karl Schwarz

Landesliga Rd. 11: Schlussrunde gg. Zwettl

Am 15.4. wurde die Sai­son 2017/18 der Lan­desli­ga mit der gemein­samen Endrunde in Mis­tel­bach beschlossen. Die Gast­ge­ber führten die Tabelle mit 2 Punk­ten an. Allerd­ings hat­te Zwet­tl, heutiger Geg­n­er des ASK Kot­ting­brunn, noch rech­ner­ische Chan­cen, und wir befürchteten daher eine starke Auf­stel­lung. Unsere eigene Mannschaft war etwas ersatzgeschwächt, doch mit Csil­lag, Lech­n­er, Miazhyn­s­ki, Nemetz, Sala­m­on, IM Schroll, Soma­sun­dram und FM Wirius bracht­en auch wir ein schlagkräftiges Team an die Bret­ter.

Wie üblich trudel­ten die ersten Remisen bere­its nach kurz­er Zeit ein. Das Spitzen­brett zwis­chen IM Ger­hard Schroll und GM Pavel Blat­ny war als erste Par­tie über­haupt been­det. Fer­enc hat­te auf Brett 8 gegen Man­fred Prager mit Schwarz eben­so kein­er­lei Prob­leme und sog­ar etwas Ini­tia­tive, auch hier einigte man sich bald auf eine Punk­teteilung.

Die restlichen Par­tien waren länger unklar. Der Autor und Petr Mlynek liefer­ten sich auf Brett 4 eine reich­haltige (und laut Engine auf gutem Niveau) geführte Par­tie, die aber nie die Remis­bre­ite ver­ließ: Punk­teteilung im aus­geglich­enen Schw­er­fig­ure­nend­spiel. Vor der Zeitkon­trolle gin­gen wir sog­ar  in Führung! Sum­si gewann gegen Sebas­t­ian All­ram auf Brett 8 mit Weiß einen Bauer, gab diesen im Tausch gegen Stel­lungsvorteile zurück, die schlussendlich zu entschei­den­dem Mate­ri­al­gewinn führten.

Diesen Vor­sprung kon­nten wir lei­der nicht über die Ziellinie ret­ten. Markus hat­te auf Brett 6 gegen Alfred Lipp bald 2 Bauern bei beden­klich­er Stel­lung weniger. Auch ein Qual­itäts­gewinn kon­nte die Par­tie schließlich nicht ret­ten. Joachim stand gegen FM Karl Janetschek lange unter Druck, doch kon­nte er im richti­gen Moment mit einem Bauernopfer den Spiess umdrehen und die Ini­ti­ave übernehmen, welche das Mate­r­i­al aus­re­ichend kom­pen­sierte: Remis. Yuri hat­te auf Brett 2 gegen FM Petr Buch­nicek eine schwere Auf­gabe, stand bald samt Minus­bauer dubios. Trotz lan­gen harten Kampfes set­zte sich am Ende der Elo­fa­vorit durch, und Zwet­tl führte. Das Dra­ma der Runde aus unser­er Sicht dann in der Par­tie Wirius — Zwet­tler auf 3. Johannes spielte stark und entschlossen, lehnte ein Remisange­bot ab und stand nach einem Verzwei­flungsqual­ität­sopfer seines Geg­n­ers auf Gewinn. Eine zunächst ver­lock­end erscheinende Rück­gabe der Qual­ität ließ aber erstaunlich rasches Gegen­spiel zu, und trotz aller Anstren­gun­gen war der Sieg nicht mehr zu erre­ichen.

Somit unter­la­gen wir mit 3.5:4.5, wom­it sich Zwet­tl den Vize­meis­ter­ti­tel sicherte. Mis­tel­bach fix­ierte mit einem standes­gemäßen 7:1-Schützenfest gegen Böh­ler­w­erk den Meis­ter­ti­tel endgültig. Grat­u­la­tion an die Wein­viertler an dieser Stelle! Für uns hieß es somit den Blick auf die Neben­tis­che zu wer­fen, und die erhoffte Schützen­hil­fe trat tat­säch­lich ein, da wed­er Baden (2.5:5.5-Niederlage gegen Krems) noch Litschau (2.5:5.5-Niederlage gegen Stock­er­au) punk­ten kon­nten. Schließlich kon­nten wir mit 10 Mannschaft­spunk­ten den 3. Rang mit 1 (!) Brettpunkt Vor­sprung haarscharf hal­ten. Es ging wahnsin­nig eng zu: die Mannschaften zwis­chen Rang 3 und Rang 7 (alle 10 Mannschaft­spunk­te) sind dabei nach 10 span­nen­den Run­den nur durch 4 (!) Brettpunk­te getren­nt! Ein tolles Endergeb­nis für den ASK Kot­ting­brunn! Detail­lierte Ergeb­nisse hier. Eine Zusam­men­fas­sung der diesjähri­gen LL-Sai­son fol­gt in Bälde…

ÖJSTM 2018: Daniel Morgunov neuer U16-Staatsmeister

Die neuen öster­re­ichis­chen Jugend­staatsmeis­ter der Klassen U16 und U18 sind gekürt. Nach 7 Run­den set­zten sich in St. Veit/Glan großteils die Favoriten durch. In der U16 der Burschen kon­nte so erfreulicher­weise auch FM Daniel Morgunov sein­er Favoriten­rolle gerecht wer­den und siegte mit 6/7 einen hal­ben Punkt vor Lukas Leisch (5.5/7) und Kon­stan­tin Peyr­er (4.5/7). In Runde 6 wider­legte Daniel einen zu opti­mistis­chen Angriffsver­such und gewann im End­spiel, während er in der Schlussrunde bere­its aus der Eröff­nung her­aus auf Sieg stand und nach nur 20 Zügen eine Auf­gabe erzwang. Da der schärf­ste Konkur­rent nur remisierte war auch der Blick auf die Zweitwer­tun­gen über­flüs­sig, und Daniel beerbte seinen Teamkol­le­gen Felix Blo­hberg­er als U16-Staatsmeis­ter. Grat­u­la­tion an dieser Stelle!

Siegertrep­pchen: IM Flo­ri­an Mesaros, Jas­min-Denise Schlof­fer, Mag­dale­na Mör­wald, FM Daniel Morgunov, WFM Chiara Polter­auer (v.l.n.r.; Quelle: www.jugendschach.at, Erich Gigerl)

In der U18 zeigte IM Flo­ri­an Mesaros mit dem (wenig über­raschen­den) Score von 7/7 keine Gnade. Auf dem Trep­pchen lan­de­ten CM Patrick Gel­beg­ger (6/7) und Dominik Ly (4.5/7). Die Bewerbe der Mäd­chen waren etwas härter umkämpft. In der U16 sicherte sich in einem Herz­schlag­fi­nale Mag­dale­na Mör­wald auf­grund der besseren Zweitwer­tung den Titel vor Katha­ri­na Kat­ter und Sophie Konec­ny (alle 5.5/7). Eine Dop­pel­staatsmeis­ter­schaft gab es in der U18. Dort hat­ten Jas­min-Denise Schlof­fer und WFM Chiara Polter­auer am Ende bei­de 6.5/7 sowie exakt idente Zweitwer­tun­gen, und teil­ten sich fol­glich den Titel. Bronze ging an Alexan­dra Busuioc (5/7). Grat­u­la­tion allen Gewin­nern! Details siehe chess-results.com.

Jugendstaatsmeisterschaft 2018 der U16/U18

Vom 25.3. bis 29.3.2018 wer­den in St. Veit an der Glan die öster­re­ichis­chen Jugend­staatsmeis­ter der Alter­sklassen U16 und U18 ermit­telt. Aus­tra­gung­sort ist wie im Vor­jahr der wun­der­schöne Fuchspalast.

Mit dabei in der U16 der Burschen ist der für Kot­ting­brunn in der Lan­desli­ga spie­lende Daniel Morgunov. Der frischge­back­ene Fide-Meis­ter ist zwar “nur” an Num­mer 2 geset­zt (auf­grund der absurd niedri­gen nationalen Elozahl), ist mit der (wesentlich aku­rateren) Fide-Elozahl von 2337 aber Favorit auf den Titel.

Daniel Morgunov ist auf dem besten Weg zum U16-Staatsmeis­ter. (Bildquelle: www.jugendschach.at, Erich Gigerl)

Zudem patzten die direk­ten Konkur­renten Lukas Leisch und Kon­stan­tin Peyr­er bere­its in der ersten Runde mit Remis bzw. Nieder­lage gegen klar eloschwächere Geg­n­er. Nach der 5. Runde wurde Daniel nach zwei Remisen gegen ebendiese Spiel­er zwar punk­temäßig einge­holt, hat aber fol­gerichtig die klar besten Zweitwer­tun­gen. Natür­lich ist die erlaubte Fehler­bre­ite für die verbleiben­den zwei Run­den damit aber äußerst schmal. Wir drück­en die Dau­men!

In den restlichen Bewer­ben sind eben­falls die Favoriten am Drück­er. In der U18 der Burschen ist es die erwartete One-Man-Show von IM Flo­ri­an Mesaros, der als klar­er Favorit ins Ren­nen gegan­gen und bei 5/5 dem Feld bere­its um einen Punkt enteilt ist. Bei den Mäd­chen sind es Kopf-an-Kopf-Ren­nen. In der U16 liegen Mag­dale­na Mör­wald und Dorothea Enache bei jew­eils 4.5 Punk­ten bere­its einen ganzen vor dem Rest des Feldes, während sich in der U18 ein Dreikampf zwis­chen Chiara Polter­auer, Jas­min-Denise Schlof­fer (bei­de 4.5 Punk­te) und der let­ztes Jahr für den ASK Kot­ting­brunn tätig gewe­se­nen Alexan­dra Busuioc (4 Punk­te) um den Titel entwick­elt.

Landesliga Rd. 10: Heimspiel gg. Litschau

Am 18.3.2018 war in der  9. Run­der der NÖ-Lan­desli­ga die SG Litschau-Eis­garn zu Gast in Kot­ting­brunn. Die Vorze­ichen standen lei­der schlecht, da zusät­zlich zur ohne­hin sehr anges­pan­nten Per­son­al­si­t­u­a­tion (viele Spiel­er waren ver­hin­dert oder ander­weit­ig engagiert, wie z.B. Felix Blo­hberg­er bei der Einzel-EM in Batu­mi) noch eine kurzfristige krankheits­be­d­ingte Absage die Auf­stel­lung gehörig durcheinan­der­wirbelte. So rück­ten wir schließlich mit der Mannschaft Dit­tel, Haas, Lech­n­er, Nemetz, Sala­m­on, Soma­sun­dram, Stein­er und Todor an die Bret­ter.

Bere­its nach 13 Zügen wurde auf Brett 2 zwis­chen Raz­van Todor und Ste­fan Wag­n­er Remis geschlossen. Die restlichen Par­tien waren umkämpft, aber drifteten lei­der großteils zugun­sten der Litschauer. Bern­hard war auf Brett 3 gegen Jiri Plasil gut aus der Eröff­nung gekom­men, eine verunglück­te Abwick­lung brachte Weiß aber einen Freibauern auf der b-Lin­ie, der erstaunlich schnell zur Dame lief und Litschau ging in Führung, welche die Wald­viertler bald aus­bauen kon­nten. Die Kurz­par­tie der Runde pro­duzierte dies­mal der Autor dieser Zeilen, der auf Brett 1 gegen Thomas Bauer in kom­pliziert­er Stel­lung die kri­tis­che Fort­set­zung ver­passte und bere­its nach 19 Zügen die Waf­fen streck­en musste. Obmann Hel­mut Stein­er wehrte sich auf Brett 8 gegen Neme­cek lange, doch schlussendlich brach das weiße Zen­trum zusam­men und Schwarz sicherte sich entschei­den­den Mate­ri­alvorteil.

Zwar gab es beim Stand von 0.5:3.5 noch Hoff­nung auf einen Mannschaft­spunkt, doch auch diese war bald dahin. Sum­si wurde gegen Vojtech Plasil auf Brett 7 let­ztlich eine verunglück­te Eröff­nung zum Ver­häng­nis, in der er seinen schwarzen König auf f7 „parken“ musste. Her­bert Dit­tel und Oldrich Popel­ka liefer­ten sich auf Brett 4 eine anges­pan­nte Posi­tion­spar­tie zum The­ma Läufer­paar + schlechte Bauern­struk­tur gegen Springer­paar + gute Bauern­struk­tur. Her­bert schaffte es kurz vor der Zeitkon­trolle schließlich geschickt, die luftige schwarze Königspo­si­tion auszunutzen und erzielte den Ehren­punkt.

Joachim hat­te auf Brett 5 mit Schwarz gegen Patrick Schuh eine schwere Auf­gabe, aber dominierte die ganze Par­tie über mit starkem Spiel. Lei­der reichte es auf­grund der zähen Vertei­di­gung von Weiß ger­ade nicht zum Sieg. Auch Markus hat­te Pech auf Brett 6 gegen Pavel Ptac­nik, ver­passte er doch eige­nen Angaben nach einen Gewinn und musste danach selb­st lange ums Remis kämpfen, was aber gelang.

In Summe allerd­ings eine bit­tere und deut­liche 2.5:5.5-Niederlage, mit der wir aller Wahrschein­lichkeit nach den angepeil­ten 3. Endrang endgültig ver­spielt haben. Zwar ist noch eine Runde zu absolvieren, doch wir müssen noch gegen die zweit­platzierten Zwet­tler ran, während die direk­ten Konkur­renten deut­lich ein­fachere Auf­gaben zu lösen haben. Mis­tel­bach rückt unter­dessen mit einem 5.5:2.5-Auswärtssieg in Pöch­larn dem Meis­terteller einen Riesen­schritt näher und benötigt nur mehr einen Mannschaft­spunkt zum Titel. Ergeb­nisse im Detail siehe hier.

Landesliga Rd. 9: auswärts gg. Amstetten

Am 4.3.2018 hat­te der ASK Kot­ting­brunn die Auswärt­sreise nach Amstet­ten auf dem Spielplan. Lei­der mussten wir mit Felix Blo­hberg­er und Marc Morgunov dies­mal zwei unser­er Topleute vorgeben, aber zum Glück nicht krankheits­be­d­ingt. Vielmehr befan­den sich bei­de auf Train­ingslagern der ÖSB-Kad­er in Salzburg. Dafür rück­ten mit Jayaku­mar Soma­sun­dram und Peter Radakovics zwei erfahrene Spiel­er nach. Zudem war Daniel Morgunov glück­licher­weise wieder fit und Markus Nemetz gab nach län­ger­er Zeit sein LL-Come­back. Wie schon vor zwei Wochen im Ein­satz waren außer­dem Bern­hard Haas, Daniel Lech­n­er, Joachim Sala­m­on und Johannes Wirius.

Das Match selb­st begann äußerst unglück­lich. Bern­hard wählte mit Schwarz die rasier­messer­scharfe Winaw­er-Vari­ante, traf aber auf Brett 4 auf einen bestens vor­bere­it­eten Wolf­gang Wad­sack. Ein Fehlgriff, und es wurde lei­der die in dieser Eröff­nung häu­fige Kurz­par­tie, und Amstet­ten ging in Führung. Zwei rasche Weißremisen auf 1 und 3 verbesserten die Lage nicht wirk­lich. Daniel opferte gegen FM Sand­höfn­er einen Bauern für enorme Kom­pen­sa­tion, kon­nte aber nicht durch­brechen: Remis. In Lech­n­er-Rech­berg­er auf 3 wur­den rasch einige Fig­uren getauscht und das Remis war bald amtlich, wom­it bei­de nach eher durchwach­se­nen Saiso­nen gut leben kon­nten.

Den Aus­gle­ich stellte Markus Nemetz dann auf Brett 5 gegen Win­fried Wad­sack her, der sich mit ein­er dubiosen Eröff­nung qua­si für das Miss­geschick auf Brett 4 “revanchierte”. Trotz geopfer­t­er Fig­ur waren die schwarzen Dro­hun­gen bald neu­tral­isiert, und Markus ging entschlossen und erfol­gre­ich zum Gege­nan­griff auf den König über. Kurz vor der Zeitkon­trolle ging Amstet­ten aber wieder in Führung. Sum­si hat­te die Par­tie gegen Duman­cic auf 6 lange dominiert, erlitt aber lei­der in Zeit­not tak­tisch Schiff­bruch. Kurz darauf aber der erneute Aus­gle­ich: Peter bewies auf Brett 8 gegen Drießen super Stel­lungs­ge­fühl in der Caro-Kann-Vertei­di­gung, gewann Mate­r­i­al und führte dieses im Tur­mend­spiel prob­lem­los zum Sieg.

Johannes und FM Rum­pl tren­nten sich auf 2 nach ver­wick­el­ter Par­tie remis. Zunächst gab Johannes mit Schwarz den Ton an nach­dem sich die weiße Dame zu weit ins schwarze Lager verir­rt hat­te, fand aber keinen Weg zu klarem Vorteil. Stattdessen war es let­ztlich sog­ar ein Minus­bauer, doch aktives Spiel mit den Läufern und dem Turm sicherte das Remis rel­a­tiv prob­lem­los. Die läng­ste Par­tie spielte Joachim auf Brett 7 gegen Michael Wad­sack, in der Weiß klaren Posi­tionsvorteil gegen einen rück­ständi­gen Bauern hat­te. Die schwarze Stel­lung war aber zu fest, und so musste Joachim die Gewinnbe­mühun­gen bald ein­stellen.

Let­zlich ein wohl leis­tungs­gerecht­es 4:4, mit dem wir dur­chaus zufrieden sein kön­nen. Nach Ver­lust­punk­ten vertei­di­gen wir somit den 3. Rang, da Litschau eine knappe Heim­pleite gegen Böh­ler­w­erk kassiert. Baden siegte zwar 6:2 in Bisam­berg und zog vor­bei, doch haben die Kurstädter bere­its ein Spiel mehr aus­ge­tra­gen.  Tabel­len­führer Mis­tel­bach macht den Titelkampf noch ein­mal span­nend, da man über­raschen­der­weise gegen Krems trotz deut­lichen Eloüber­hanges nicht über ein 4:4 hin­auskommt, während Zwet­tl gegen Pöch­larn gewin­nt (alle Ergeb­nisse hier). Weit­er geht es für uns in zwei Wochen mit dem Heim­spiel gegen Litschau.